BenQ streicht mehr als 500 Stellen

30. Juli 2006, 17:23
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Ein dreiviertel Jahr nach der Übernahme des Siemens-Handygeschäfts setzt der taiwanesische Konzern den Rotstift an

München - Beim Handyhersteller BenQ fallen mehr als 500 Arbeitsplätze weg. Am Standort München werden 277 Stellen gestrichen, wie das aus der Siemens-Handysparte hervor gegangene Unternehmen am Dienstag mitteilte. Zudem beendet BenQ Mobile deutschlandweit die Zusammenarbeit mit 250 externen Mitarbeitern.

Am Hauptsitz München ist vor allem die Entwicklungsabteilung betroffen. Die Tochter des taiwanesischen Elektronikkonzerns BenQ bietet den betroffenen Mitarbeitern Abfindungen an. Der Stellenabbau soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Insgesamt beschäftigt BenQ Mobile weltweit rund 8.000 Menschen, davon rund 3.100 in Deutschland.

Das Management reagiert den Angaben zufolge auf die rückläufige Geschäftsentwicklung. BenQ Mobile hatte angekündigt, im letzten Quartal 2006 schwarze Zahlen zu schreiben. Vor kurzem verlängerte das Unternehmen einen bis zum Jahresende laufenden Ergänzungstarifvertrag für rund 1.900 Mitarbeiter in Nordrhein-Westfalen der niedrigere Löhne und längere Arbeitszeiten vorsieht.

Trotz zahlreicher neuer Handy-Modelle war es dem Hersteller nicht gelungen, sich auf dem Markt durchzusetzen. Der für Telekommunikationsprodukte des BenQ-Zulieferers Infineon zuständige Vorstand Hermann Eul hatte am Montag eingeräumt, der gegenwärtige Aufschwung der Handyindustrie gehe an BenQ vorbei. (APA)

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