AOL will Provider-Geschäft einstellen

12. Juli 2006, 09:26
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Zugangsgeschäft rückläufig und AOLs Bedeutung unter dem Druck vieler Onlineangebote stark geschwunden

AOL (America Online) plant, aus dem seit 17 Jahren betriebenen Geschäft als Internetprovider auszusteigen und dafür seinen Dienst in einen unentgeltlichen, durch Werbung finanzierten Onlineservice umzubauen. Das berichtet die New York Times.

Radikaler Umbau

In den 90er-Jahren war AOL aufgrund seines Providergeschäfts so finanzstark, dass es den Medienkonzern Time Warner aufkaufte; in den vergangenen Jahren ist das Zugangsgeschäft rückläufig und AOLs Bedeutung unter dem Druck vieler Onlineangebote stark geschwunden. Jetzt will Jonathan Miller, AOL-CEO, offenbar einen radikalen Umbau vorschlagen: Keine Werbung mehr für Internet-Zugang, starke Preisnachlässe für bestehende Kunden, Kündigung tausender Mitarbeiter und Konzentration auf Gratis-Webdienste, die mit Yahoo, Microsoft und Google konkurrieren. (red/DER STANDARD, Printausgabe vom 11.7.2006)

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