Zehn Tote bei Überfall auf Kleinbus

11. Juli 2006, 16:21
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Angriff in sunnitischem Viertel Bagdads - Diplomat entführt

Bagdad - Bewaffnete haben am Dienstag in der irakischen Hauptstadt Bagdad einen Kleinbus überfallen und dabei mindestens zehn Menschen getötet. Wie die irakische Polizei mitteilte, ereignete sich der Überfall in einem sunnitischen Viertel im Süden der Stadt.

Bei einem Massaker in einem sunnitischen Stadtteil Bagdads waren am Sonntag mehr als vierzig Menschen getötet worden. Bewaffnete errichteten Straßensperren, zwangen Autofahrer zum Aussteigen und schossen sie nieder. Die Angreifer drangen auch in einige Häuser ein und töteten alle Bewohner. Seit dem Bombenanschlag auf die Goldene Moschee in Samarra, eines der höchsten schiitischen Heiligtümer, im Februar haben religiös motivierte Gewalttaten im Irak ständig zugenommen.

Ein irakischer Diplomat ist in Bagdad entführt worden. Der Außenamtsmitarbeiter, der im irakischen Konsulat in der iranischen Stadt Kermanshah tätig ist, wurde nach Behördenangaben vom Dienstag in der Nähe seines Wohnhauses verschleppt. (APA/Reuters/AP)

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