Silber für Österreich bei "Electronic Sports"

11. Juli 2006, 09:54
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Österreich hat einen WM-Sieger, zumindest am Computer: Die Silbermedaille des "Electronic Sports World Cup 2006" wurde erungen

Österreich hat einen WM-Sieger, zumindest am Computer: Die Silbermedaille des "Electronic Sports World Cup 2006" im Bereich "Autorennspiel" ging vergangene Woche an den Steirer Manuel Baier. Der HTL-Schüler aus Kindberg konnte sich gegen Gegner aus 53 Nationen durchsetzen und wurde im Finale in Paris nur von einem Franzosen geschlagen. Das Preisgeld von 9000 US-Dollar (7070 Euro) will der 18-Jährige für einen Pkw sparen. 700 PC- und Video-Spieler trafen bei der Spiele-Weltmeisterschaft in Paris aufeinander und versuchten, Preisgelder im Gesamtwert von 400.000 Dollar zu ergattern. Im Vorfeld mussten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten in nationalen Qualifikationen unter Beweis stellen.

Kein Profi

Baier, der kein "Profi"in der Spielerszene ist, konnte quasi als Außenseiter die nationale Ausscheidung für sich entscheiden. Mit regelmäßigen Trainingseinheiten des Turnierspiels "Trackmania Nations ESWC" und "Need for Speed" habe er sich auf die Veranstaltung vorbereitet und beim Finale in Paris habe er versucht, möglichst ruhig und gelassen zu spielen, erzählte Baier. "Es ist auch super gelaufen", sagte der zweitplatzierte Steirer bei den Siegerehrungen, jedoch habe der französische Teilnehmer sichtlich mehr trainiert und sei dadurch einfach stärker gewesen. Mit einer besseren Vorbereitung - Baier konnte wegen einer Grippe nur eine Woche üben - wären die Chancen für einen Gewinn sicher höher gewesen, ist er überzeugt.

Die Internet-Spieler bei diesem Bewerb auch persönlich kennen zu lernen, sei besonders lustig gewesen, erklärte Baier.(APA/DER STANDARD, Printausgabe vom 11.7.2006)

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