Mehr als 20 Tote bei Kämpfen

21. Juli 2006, 11:56
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UNO-Sondergesandter Mulet besorgt über Sicherheitslage

Port-au-Prince - Bei Kämpfen zwischen bewaffneten Banden sind in Haiti in den vergangenen Tagen mehr als 20 Menschen getötet worden, darunter auch mehrere Kinder. Das teilte die UNO-Mission in Haiti (MINUSTAH) am Montag mit.

Der UNO-Sondergesandte Edmond Mulet und der UNICEF-Repräsentant Adriano Gonzalez-Regueral erklärten, die Verschlechterung der Sicherheitslage in dem betroffenen Vorort der Hauptstadt Port-au-Prince gebe Anlass "zu großer Sorge". An die Regierung appellierten sie, die Täter vor Gericht zu bringen. Soldaten der UNO-Friedensmission MINUSTAH seien nach Martissant, wo die Kämpfe stattfanden, entsandt worden, um die Lage zu sondieren und für Ruhe zu sorgen.

Etwa 7.500 UN-Soldaten und mehr als 1.200 Polizisten aus dem Ausland sind seit Juni 2004 in Haiti stationiert. In den vergangenen Jahren gab es in dem ärmsten Land der westlichen Hemisphäre immer wieder schwere Krisen, Gewalt und Entführungen. (APA)

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