Grillparzer, Stifter und Kafka in der Erstausgabe über das Internet abrufbar

14. Juni 2000, 11:15

Prototyp einer digitale Bibliothek vorgestellt

- EDV und Internet eröffnen auch für die Literatur ungeahnte Möglichkeiten der Verbreitung. Während viele Verlage bereits online-Lesemöglichkeiten anbieten, verstauben alte Werke in den Bibliotheken. Mit dem Projekt "Österreichische Literatur Online" (ÖLO) wollen die Betreiber nun eine breite Digitalisierungsinitiative starten. Die Machbarkeitsstudie wurde am Mittwoch in Wien präsentiert und ist unter der Internet-Adresse "http://alo.aib.uni-linz.ac.at" abrufbar.

Das Projekt "ALO/ÖLO Austrian Literatur Online - Österreichische Literatur Online: Digitalisierte Bücher und Zeitschriften im Internet und als Reprint" wurde von der Österreichischen Nationalbibliothek und der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare ins Leben gerufen. ALO/ÖLO ist als Prototyp eine digitalen Bibliothek gedacht.

So wurden im Rahmen der Studie etwa Werke von Franz Grillparzer, Adalbert Stifter, Franz Kafka, Hugo von Hofmannsthal und Marie von Najmajer digitalisiert, sie können über das Internet in der Erstausgabe gelesen werden. In ausgewählten Fällen werden die Bücher auch als Reprints und als korrigierte Volltexte angeboten.

Die Projektbetreiber hoffen, dass mit den im Projekt geleisteten Vorarbeiten der Startschuss für eine österreichische Digitalisierungsinitiative auf breiter Basis fällt. Es sei zu hoffen, dass die Bibliotheken und Literaturarchive in ganz Österreich dazu beitragen, die wichtigsten Bücher und Zeitschriften der österreichischen Literatur und Geistesgeschichte im Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. (APA)

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