Eltern und Großmutter erschossen

11. Juli 2006, 14:01
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Junger Deutscher entwendete nach Dreifachmord Zyankali aus Univerisät: Selbstmord nicht ausgeschlossen

Ulm - Ein junger Mann hat in Erbach in Baden-Württemberg in Deutschland seine Eltern und seine Großmutter erschossen. Anschließend raubte er in der Universität Ulm Zyankali, vermutlich um sich selbst umzubringen. Das Ulmer Universitätsgelände wurde am Montagnachmittag weiträumig abgesperrt, da die Polizei den Täter dort vermutete. Bis zum späten Nachmittag konnte der 20-Jährige nicht aufgespürt werden.

Flucht mit Zyankali

Nach Angaben der Polizei waren die Eltern und die 83-jährige Seniorin Montag früh in dem 13 000-Einwohner-Ort Erbach südlich von Ulm tot gefunden worden. Kurze Zeit später zwang der 20-Jährige am Vormittag eine Mitarbeiterin der Universitätsklinik mit vorgehaltener Waffe zur Herausgabe von mehreren Gramm des tödlichen Gifts. Anschließend trat er mit der Beute innerhalb des Gebäudes die Flucht an. Auf eine Evakuierung der Universität wurde verzichtet, da man eine Panik vermeiden wolle, sagte ein Polizeisprecher.

Ziel des Polizeieinsatzes mit mehr als 100 Beamten sei es, den Mann kontrolliert aus dem Gebäude zu bringen. Die Polizei geht nicht davon aus, dass er andere Menschen schädigen wolle. Vielmehr sei zu vermuten, dass der Mann sich mit dem Gift das Leben nehmen wolle. (APA/dpa)

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