Dänischer Rechtsextremist wegen Aufruf zu Brandanschlag verhaftet

12. Juli 2006, 14:24
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Wegen eines Aufrufs zu einem Brandanschlag - Boergesen wollte offenbar Linke provozieren

Kopenhagen - Die dänische Polizei hat den Rechtsextremisten Julius Boergesen wegen eines Aufrufs zu einem Brandanschlag verhaftet. Boergesen hat nach Polizeiangaben vom Montag auf einer Website gefordert, das Haus von Innen- und Gesundheitsminister Lars Loekke Rasmussen mit einem Molotow-Cocktail anzuzünden. Den Aufruf machte er auf einer Seite mit linksgerichteten Inhalten, was nach Einschätzung der Polizei Auseinandersetzungen zwischen links- und rechtsgerichteten Gruppen provozieren sollte. Boergesen hat zugegeben, den Aufruf geschaltet zu haben.

Bei einer Verurteilung wegen Anstiftung zur Brandstiftung drohen Boergesen bis zu sechs Jahre Haft. Im Juni 2005 wurde ein bisher nicht aufgeklärter Brandanschlag auf das Auto und die Garage von Dänemarks Einwanderungsministerin Rikke Hvilshoej verübt, die dabei nicht verletzt wurde. (APA/AP)

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