"Online zuerst": Springer will Nachrichten ins Netz verlagern

9. Oktober 2006, 14:34
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Döpfner: "Im Vergleich zu Google sind wir ein Kioskbetrieb" - Spätestens ab 2007 gilt "Online zuerst"

Der Axel Springer Verlag will seine Aktivitäten im Internet ausbauen. Sämtliche Nachrichten sollen, sobald sie hereinkommen, im www publiziert werden, selbst Exklusivgeschichten. Ausführliche Berichte sollen am nächsten Tag in der Zeitung nachgelesen werden, das kündigt Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner in der kommenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins Focus an.

"Online zuerst"

Ende des Jahres soll ein neuer Newsroom der Zeitungen "Welt" und "Berliner Morgenpost" fertig gestellt werden, von da an werde die Regel "Online zuerst" gelten. "Alles Andere ist altes Denken und geht am Kunden vorbei", sagt Döpfner. Mit den internationalen Internet-Riesen wie Google will sich Springer nicht messen. "Im Vergleich dazu sind wir ein Kioskbetrieb", gibt sich der Konzernmanager bescheiden. Döpfner fordert, dass auch Eltern und Schulen auf den Umbruch am Medienmarkt, auch im Hinblick auf Weblogs, reagieren. Der Erwerb von Medienkompetenz sei zwingend für jede Erziehung, sagt Döpfner. (pte)

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