EU hilft Mauretanien mit 2,5 Millionen Euro gegen illegale Migration

20. Juli 2006, 16:29
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Verstärkte Grenzkontrolle und Warnung vor Risiken der Überfahrt

Brüssel - Die EU stellt 2,45 Millionen Euro für Mauretanien im Kampf gegen illegale Einwanderer zur Verfügung. Das von der EU-Kommission am Montag bekannt gegebene Paket soll den Behörden in dem westafrikanischen Land helfen, die Ströme von Zuwandererern auf die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln einzudämmen. Die Maßnahmen sehen eine schärfe Überwachung der See- und Landesgrenze vor, wie eine Kommissionssprecherin am Montag mitteilte.

"Rückführung"

Weiters soll mit den Hilfen der EU Migranten in ihre Herkunftländer rückgeführt werden. Mit "professionell gemachten Filmen und Hörfunkdiskussionen" will die EU-Kommission nach eigenen Angaben die Menschen in den Herkunftsländern künftig besser vor den Risiken der Überfahrt nach Europa warnen. Auch die Kosten für Patrouillenboote, die Spanien zur Überwachung der Grenze nach Mauretanien geschickt hat, sollen mit Hilfe der EU gedeckt werden. "Mit diesen Maßnahmen sollen tragische Zwischenfälle auf hoher See vermieden werden, bei denen jüngst viele Menschen ihr Leben verloren", erklärte Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner.

Eine hochrangig besetzte Ministerkonferenz von Europäern und Regierungsvertretern aus 20 afrikanischen Staaten berät am heutigen Montag in der marokkanischen Hauptstadt Rabat über Maßnahmen zur Kontrolle der Einwanderung aus Afrika. Dabei soll nicht nur der Zustrom illegaler Einwanderer, sondern auch die Steuerung der legalen Zuwanderung erörtert werden. (APA)

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