Brennender Laptop bringt Dell in Image-Schwierigkeiten

31. Juli 2006, 10:00
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Unerfreuliche Aufmerksamkeit mit Nebenwirkungen für das Unternehmen - Analystin riet AktionärInnen zur Vorsicht

In einer vernetzten Welt können auch negative Nachrichten sehr schnell die Runde machen. Dies musste nun Dell mit dem Fall eines in Flammen aufgehenden Laptops schmerzlich zur Kenntnis nehmen, wie die New York Times berichtet.

Schwierigkeiten

Dell war in den letzten Monaten immer wieder für seine Service-Politik in die Kritik gekommen, unter anderem weil man Kostenkürzungen in den eigenen Call Centers angekündigt hatte. Als Reaktion auf die Proteste der KundInnen hatte man mit der Ankündigung eines 100 Millionen US-Dollar schweren Programms zur Verbesserung des Services reagiert.

Ausbruch

Doch all diese Anstrengungen wurden mit einer kurzen Bilderserie wieder zunichte gemacht: Das Online-Magazin "The Inquirer" postet Ende Juni einige Fotos von einem Dell-Notebook, das auf einer Konferenz in Japan recht effektvoll in Flammen aufging. Die Bilder machten schnell die Runde, sogar eine kurze Notiz am Dow Jones Newswire hatten sie zur Folge.

Warnung

Doch das sollte noch nicht das Ende der aus Dells Sicht äußerst unerfreulichen Begebenheit sein, denn zwei Tage später warnte die Analystin Cindy Shaw von Moors & Cabot ihre KlientInnen davor, dass das Ganze negative Auswirkungen für Dell - und die Aktiennachfrage - haben könnte, vor allem wenn die Geschichte auch noch in die Mainstream Medien käme.


Nachlese: Wenn Laptops auf einmal explodieren

Eine Reaktion, die man bei Dell nicht nur nicht versteht sondern auch als "einigermaßen unverantwortlich" bezeichnet, wie es Bob Pearson, Vizepräsident bei dem Computerhersteller, ausdrückt. Direkte Auswirkungen auf den Aktienkurs des Unternehmens seien bisher auch nicht zu beobachten.

Fehlersuche

Unterdessen hat man sich bei Dell der Untersuchung des Problems gewidmet, demnach habe eine fehlerhafte Lithium-Batterie zu dem Flammenausbruch geführt. Es gebe allerdings keinen Zusammenhang mit einer Batterie-Rückrufaktion, die man im vergangenen Jahr durchführen musste. Auch habe der betroffene Kunde mittlerweile einen neuen Dell-Laptop erhalten. (red)

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