Frankreich bekommt seine eigene Piraten-Partei

9. Juli 2007, 11:33
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Fordern die Legalisierung des P2P-Tauschs für nicht-kommerzielle Zwecke und Anonymität im Internet

Nach dem Vorbild Schwedens hat sich nun auch in Frankreich eine "Piraten-Partei" gegründet, die sich gegen die zunehmenden Beschränkungen für Internet-BenutzerInnen zu Wehr setzen will. Ins Leben gerufen wurde die Partei als Reaktion auf das als "Lex iTunes" bekannt gewordene neue französische Urheberrechtsgesetz.

Vorgeschichte

Dieses sollte ursprünglich Online-Musikportale dazu verpflichten ihre Dateien so anzubieten, dass sie auch mit den Geräten anderer Anbieter kompatibel sind. Nach Interventionen von Apple wurde dieser Passus schlussendlich aber deutlich entschärft, so dass von der ursprünglichen Intention kaum mehr etwas übrig geblieben ist. Stattdessen wurden in dem Gesetz die Strafen für privates Raubkopieren und das Umgehen von Kopierschutzmaßnahmen erheblich verschärft.

Ablehnung

Genau gegen solche Strafen wehrt sich die Piraten-Partei, auf der eigenen Webpage fordert man unter anderem die Legalisierung des P2P-Tauschs, so er denn nicht für kommerzielle Zwecke vorgenommen wird. Außerdem will nicht weniger als die vollkommene Abschaffung der bisher gültigen Gesetze im Bereich des geistigen Eigentums erreichen.

Forderungen

Zu den weiteren Eckpunkten des Parteiprogramms gehören der freie Internet-Zugang für alle, das Recht auf anonymes Surfen im Internet und die Abschaffung aller Extra-Abgaben auf Datenträger.

Zulauf

Die Partei wurde Ende Juni ins Leben gerufen und erfreut sich seitdem eines regen Zulaufs. Beim Zeitpunkt des Entstehen dieses Artikels, gab man die Mitgliederanzahl bereits mit 2.618 an. (red)

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