Stimmen: "Kindheitstraum"

10. Juli 2006, 00:03
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Raymond Domenech (französischer Teamchef): "Wir sind derzeit nur enttäuscht. Derzeit über das Positive zu sprechen, habe ich einfach nicht das Herz. Wenn wir dominiert worden wären, aber die gesamte zweite Hälfte und die Verlängerung gehörten klar uns. Wir haben das Spiel nicht verloren, denn ein Elferschießen ist wie ein Unentschieden. Zinedine Zidane wird dem Fußball fehlen, und heute hat er uns in den letzten Minuten gefehlt."

Marcello Lippi (italienischer Teamchef): "So eine große Freude habe ich noch nie gespürt. Das ist das Größte, was ein Sportler erleben kann. Wir sind alle überglücklich."

Franz Beckenbauer: "Das darf Zidane nicht passieren. Er hat natürlich seine Mannschaft geschwächt. Wir wissen, wie sensibel die Franzosen sind, wenn sie ihren Kapitän nicht mehr sehen. Er ist eigentlich ein recht zurückhaltender und harmloser Mensch. Irgendetwas muss ihm der Materazzi gesagt haben."

Fabio Grosso: "Es ist eine unheimlich enthusiastische Situation, unglaublich. Die letzten Meter vor dem letzten Elfmeter waren schwierig, aber wir haben es geschafft."

Gennaro Gattuso: "Es war ein unvergesslicher Abend, ich werde diese Momente nie im Leben vergessen. Erst in den nächsten Tagen werden wir das richtig genießen. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Es war eine tolle WM. Riesen-Kompliment an Deutschland für eine großartige Organisation."

Gianluigi Buffon: "Für mich hat sich ein Kindheitstraum erfüllt. Der Mannschaftsgeist, die Kraft der Gruppe haben gewonnen, mehr als das Talent einzelner."

Fabio Cannavaro: "Das sind fantastische Emotionen, vor allem wenn man so im Elferschießen gewinnt. Ich bin total zufrieden wie wir uns alle bei dieser Weltmeisterschaft geschlagen haben."

Jacques Chirac (französischer Staatspräsident): "Unsere Mannschaft war bis hierher bewundernswert, die Niederlage war nur ein Zufall. Die Spieler können stolz auf das sein, was sie geleistet haben. Ich weiß nicht, was vor dem Platzverweis passiert ist. Aber ich möchte zu Zidane sagen, dass ich große Achtung vor diesem Mann habe. Zidane hat die Werte dieses Sports verkörpert und Frankreich Ehre erwiesen."

Giorgio Napolitano (italienischer Staatspräsident): "Wir haben den Fußball gesehen, den wir uns immer zu sehen wünschen. Ich bin vor Freude in mich hinein gesprungen."

Alou Diarra: "Es ist hart das Finale nicht zu gewinnen. Und es ist schade, nicht mit der Trophäe nach Frankreich zurückzukehren. Vielleicht hat uns nach der frühen Führung etwas die Kaltblütigkeit gefehlt. Aber bei dieser WM ist eine neue Gruppe geboren worden."

Ottmar Hitzfeld: "Es war kein großes, aber ein spannendes Finale. Spektakuläre Strafraumszenen sind ausgeblieben. Aber beide Teams haben sich im Turnierverlauf gesteigert." (APA)

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