Erfolgreiche Luftlinie

13. Juli 2006, 15:14
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Sibir hatte bisher nur fremdverschuldete Abstürze

Moskau - Die Fluggesellschaft Sibir (S7) ist Russlands zweitgrößte Fluglinie und beförderte im Jahr 2005 4,2 Millionen Passagiere. Auf Inlandsflügen in dem Riesenreich liegt die sibirische Linie vor dem Branchenführer Aeroflot, auf internationalen Verbindungen auf Platz zwei hinter Aeroflot.

Acht Maschinen

Die Gesellschaft entstand 1998 aus dem früheren Aeroflot-Ableger in der sibirischen Hauptstadt Nowosibirsk, die Aktienmehrheit gehört dem Management. Heute operiert Sibir von Nowosibirsk, Moskau-Domodedowo und Irkutsk aus. Zum Flugzeugpark gehören laut Firmenangaben acht Maschinen Airbus A-310, ein Airbus A-319, elf Boeing 737 sowie 27 russische Tupolew 154 und neun Iljuschin-86.

Zwei Unglücke

Der Aufstieg von Sibir wurde bisher durch zwei Unglücke erschüttert, an denen die Gesellschaft keine Schuld trug. Im Oktober 2001 schoss die ukrainische Luftwaffe bei einer Übung versehentlich eine Sibir-Maschine über dem Schwarzen Meer ab. Keiner der 78 Menschen auf dem Flug von Tel Aviv nach Nowosibirsk überlebte. Im August 2004 riss eine tschetschenische Selbstmordattentäterin auf einem Sibir-Nachtflug von Moskau nach Sotschi 46 Menschen in den Tod.

Traditionell fliegen die Sibir-Maschinen in blau-weiß gehalten, mit dem kyrillischen Schriftzug "Sibir"auf dem Leitwerk. Seit Anfang 2006 präsentiert sich die Gesellschaft in neuer, grüner Farbe und nennt sich nach ihrem internationalen Airline-Code "S7". (dpa, DER STANDARD Printausgabe 10.7.2006)

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