Viele Spiele und wenige Kandidaten

9. Juli 2006, 19:02
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Österreichs Team ist am 2. September wieder im Einsatz, es gibt ausreichend freie Plätze

Wien - Österreich wird bis zur EURO 2008 ungefähr 20 Test-Länderspiele bestreiten. Zwei haben die Elitekicker unter Teamchef Josef Hickersberger bereits absolviert. Auf ein 0:2 gegen die nicht in stärkster Besetzung angetretenen Kanadier folgte ein eindeutiges 1:4 gegen WM-Teilnehmer Kroatien. Im September wird eines Turniers wegen der Mitveranstalter Schweiz besucht, am 2. misst man sich in Genf mit Costa Rica. Drei Tage später kommt es in Basel zum Treffen mit Venezuela. Beide Gegner können aus geografischen Gründen sicher nicht an der EM teilnehmen.

Hickersberger sucht also einen Stamm, er kann eher aus dem Leeren schöpfen. Fix ist, dass Andreas Ivanschitz der Kapitän sein wird, vorausgesetzt, er bleibt heil. Zuvor will er einen Stammplatz bei Red Bull Salzburg ergattern.

Da das ÖFB-Team eher reagieren als agieren wird müssen, ist die Position des Tormanns sehr wesentlich. In Frage kommen Helge Payer, Jürgen Macho, Thomas Mandl, eventuell Hans-Peter Berger. Alexander Manninger dürfte aus dem Rennen sein.

In der Verteidigung bieten sich Emanuel Pogatetz, Martin Stranzl und Paul Scharner an, der auch im Mittelfeld eingesetzt werden kann. Die Rapidler Andreas Dober, Markus Katzer und Gyuri Garics könnten Lösungen für die Außenbahnen werden. In der Mitte sollte Ivanschitz walten, Rene Aufhauser wäre noch nicht zu alt, Markus Schopp wurde bei Salzburg ausgemustert. Markus Kiesenebner, Jürgen Säumel, Klaus Salmutter, Zlatko Junuzovic und Michael Mörz könnten sich aufdrängen. Im Sturm tragen Marc Janko und Roland Linz die Hoffnungen, vielleicht erfängt sich Roman Wallner. Er sollte vom Sparkurs der Austria profitieren und häufig zum Einsatz kommen. Urteile über Thomas Pichlmann und Erwin Hoffer sind verfrüht. (DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 10. Juli 2006, Christian Hackl)

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