Inlandstarife sollen nicht teurer werden

30. Juli 2006, 17:23
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EU-Kommission sieht keinen Grund zur Sorge, dass die geplante Senkung der Handy-Gebühren im EU-Ausland zu höheren Inlandstarifen führen könnte

Brüssel - "Wenn der nationale Regulator seine Arbeit richtig macht, besteht keine Gefahr, dass die Inlandstarife steigen", hieß es aus Kommissionskreisen. Der harte Inlands-Wettbewerb sorge auch in Zukunft für niedrige Gebühren.

In Brüssel wies man damit entsprechende Aussagen der österreichischen Mobilfunkindustrie, des heimischen Telekom-Regulators bis hinauf zu Infrastrukturminister Gorbach zurück, die allesamt von drohenden Preissteigerungen bei den Inlands-Gespräche gewarnt hatten, wenn Telefonieren im Ausland billiger werden soll. Die Kommission wird ihre Gesetzvorschläge kommenden Mittwoch präsentieren.

Zwar wird auch innerhalb der EU-Kommission noch diskutiert, wie weit die EU in die Roaming-Gebühren eingreifen soll - konkret etwa, ob die EU nur Obergrenzen für Großhandelspreise oder auch für die Endkundentarife festlegen wird.

Ein Modell, mit dem die Großhandelspreise bei Roaming in Europa für Nah- und Ferngespräche durch einen Durchschnittswert 24 bzw. 36 Cent pro Minute gedeckelt werden soll, ist aber mittlerweile bei sämtlichen Kommissaren unumstritten.

Das Modell sei von den europäischen Regulatoren ausgearbeitet worden und lasse nach wie vor großzügige Margen zu, hieß es aus der Kommission: "Verluste macht dadurch keiner."Daher sei auch eine Umverteilung der Lasten nicht notwendig. (APA/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.7.2006)

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