Hintergrund: Russlands zweitgrößte Fluglinie

9. Juli 2006, 20:02
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Gesellschaft Sibir entstand 1998 - Bisher zwei Flugzeuge durch Abschuss und Anschlag verloren

Moskau - Die Fluggesellschaft Sibir (S7) ist Russlands zweitgrößte Fluglinie und beförderte im Jahr 2005 insgesamt 4,2 Millionen Passagiere. Auf Inlandsflügen in dem Riesenreich liegt die sibirische Linie vor dem Branchenführer Aeroflot, auf internationalen Verbindungen auf Platz zwei hinter Aeroflot.

Die Gesellschaft entstand 1998 aus dem früheren Aeroflot-Ableger in der sibirischen Hauptstadt Millionenstadt Nowosibirsk, die Aktienmehrheit gehört dem Management. Heute operiert Sibir von Nowosibirsk, Moskau-Domodedowo und Irkutsk aus. Zum Flugzeugpark gehören nach Firmenangaben acht Maschinen Airbus A-310, ein Airbus A-319, elf Boeing 737 sowie 27 russische Tupolew 154 und neun Iljuschin-86.

Der Aufstieg von Sibir wurde bisher durch zwei Unglücke erschüttert, an denen die Gesellschaft keine Schuld trug. Im Oktober 2001 schoss die ukrainische Luftwaffe bei einer Übung versehentlich eine Sibir-Maschine über dem Schwarzen Meer ab. Keiner der 78 Menschen auf dem Flug von Tel Aviv nach Nowosibirsk überlebte. Im August 2004 riss eine tschetschenische Selbstmordattentäterin auf einem Sibir-Nachtflug von Moskau nach Sotschi 46 Menschen in den Tod.

Traditionell fliegen die Sibir-Maschinen in blau-weiß mit dem kyrillischen Schriftzug "Sibir" auf dem Leitwerk. Seit Anfang 2006 präsentiert sich die Gesellschaft in neuer, modisch grüner Farbe und nennt sich nach ihrem internationalen Airline-Code S7. (APA/dpa)

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