Arabische Staaten verurteilen israelische Offensive im Gaza-Streifen

10. Juli 2006, 13:30
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Minister prangern "internationales Schweigen" an - Ahmadinejad: "Zionistisches Regime beseitigen"

Teheran - Die Außenminister mehrerer arabischer Staaten haben am Samstag die israelische Offensive im Gaza-Streifen scharf verurteilt. "Die Fortsetzung und Verstärkung der Aggression gegen das palästinensische Volk" sowie das "internationale Schweigen" dazu seien unhaltbar, erklärte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, in Teheran. Nach palästinensischen Angaben wurden bei der israelischen Offensive seit Donnerstag 35 Menschen getötet.

In der iranischen Hauptstadt findet noch bis Sonntag eine Konferenz zur Sicherheit im Irak statt, an der die Außenminister aus Bahrain, Ägypten, Kuwait, Irak, Jordanien, Saudi-Arabien und Syrien teilnehmen. Israel war am 27. Juni in den Gaza-Streifen eingerückt, um einen zwei Tage zuvor entführten Soldaten zu befreien und den Raketenbeschuss von Israel durch militante Palästinenser zu unterbinden.

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad forderte auf der Konferenz erneut die "Beseitigung des zionistischen Regimes". Die islamische Welt müsse dieses "Problem beseitigen", sagte er in einer vom staatlichen Fernsehen übertragenen Rede. Die Existenz Israels bedeute nur "Leiden" für die gesamte Region. Der Iran erkennt das Existenzrecht Israels nicht an.

Bei der Konferenz zur Sicherheit im Irak will der Iran nach Angaben von Außenamtssprecher Hamid Reza Asefi eine gemeinsame Forderung für einen Rückzug der ausländischen Truppen aus dem Zweistromland erreichen. Der Iran habe einen Entwurf vorbereitet, der von den Konferenzteilnehmern diskutiert werden solle, sagte Asefi dem staatlichen Fernsehen. (APA)

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