Festival: Zarter Schmelz für MusikfreundInnen

9. Juli 2006, 19:59
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Am kommenden Wochenende trifft sich beim Intro-Festival "Melt" wieder die Crème de la crème der aktuellen alternativen Pop und Indie-Szene

Angekündigt war, dass weder FreundInnen gitarrenlastiger noch elektronischer Musik beim Melt-Festival zu kurz kommen. Und die Veranstalter vom deutschen Musikmagazin "Intro" haben tatsächlich ihr Wort gehalten: Auch dieses Jahr liest sich das Line-Up des nunmehr zum siebten Mal im deutschen Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt) angesiedelte Festival wie die Crème de la crème der aktuellen alternativen Pop und Indie-Szene: And you know us by the trail of dead, Infadels, Art Brut, Blumfeld, Editors, Hot Chip und The Streets – um nur einige zu nennen – könnten als die Songstifter für das Festival durchgehen, Aphex Twin, Isolée, Herbert uvm. arbeiten sich dafür mehr am System Track ab. Dazwischen liegt nicht nur der suberbe Hauptact Pet Shop Boys sondern auch viele andere wie Das Pop, Erlend Oye oder auch Egoexpress. Ob diese Aufzählung bereits einem "Gipfeltreffen des guten Geschmacks" gleichkommt, ein Vergleich, der für das Festival gern strapaziert wird, überlassen wir am besten dem Urteil der geneigten LeserInnenschaft.

Der Veranstaltungsort ist der zweite Grund, warum das Melt definitiv zum besten des inzwischen recht unübersichtlich gewordenen Festival-Angebots gehört: "FERROPOLIS – Die Stadt aus Eisen" ist ein Veranstaltungs- und Kulturgelände, das auf den Resten des ehemaligen Braunkohletagebaus Golpa Nord errichtet wurde. Fünf Großgeräte aus dem Tagebau wurden nicht verschrottet, sondern dienen seither als begehbares Museum. Dem Erlebnisfaktor dürfte die Ansiedlung inmitten dieser konservierten modernen Industrielandschaft definitiv nicht abträglich sein. Und als Bonus wurde dieses mal auch der angrenzende Gremminer See für die FestivalbesucherInnen zugänglich gemacht. (red)

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