Mann wollte US-Suppenhersteller Campbell erpressen

9. Juli 2006, 18:37
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Vater soll seinen Kindern Gift in die Suppe gemischt haben

Miami - In den Vereinigten Staaten steht ein 40-jähriger Mann vor Gericht, weil er seine Kinder vergiftet haben soll, um einen Suppenhersteller zu erpressen. Wie die Staatsanwaltschaft in Atlanta im Bundesstaat Georgia mitteilte, soll der Vater seinen beiden Kleinkindern drei Mal fremde Substanzen in die Suppe gemischt haben.

Einmal habe er ihnen sogar verschreibungspflichtige Medikamente gegen Depressionen in der Suppe verabreicht. Die Kinder hätten jedes Mal ins Krankenhaus gebracht werden müssen; seine kleine Tochter sei nach dem Antidepressivum mit dem Rettungshubschrauber zur Notaufnahme gebracht worden.

Begründung

Der Vater wurde am Donnerstag verhaftet, wie Staatsanwalt David Nahmias sagte. Er habe die Vorwürfe in seiner Aussage bei der Polizei zugegeben. Der Mann habe vorgehabt, den Suppenhersteller Campbell mit der Begründung zu verklagen, dass seinen Kindern von der Suppe schlecht geworden sei. Er habe die Firma angerufen und angekündigt, dass er sie verklagen werde. Falls der Mann bei Gericht für schuldig befunden wird, könnte er nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Gefängnisstrafe von bis zu 75 Jahren bekommen.

Die Firma Campbell stellt seit 120 Jahren Suppen her. Das rot-weiße Etikett auf den Suppendosen ist in den USA so bekannt, dass der Pop-Art-Künstler Andy Warhol es 1962 in seinen Bildern als Alltagskunst verewigte. (APA)

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