Pressestimmen: "Man kann nie wissen"

9. Juli 2006, 18:16
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ITALIEN:
"Corriere della Sera": "Sie sind die Brasilianer Europas, aber wir sind noch besser."
"La Repubblica": "Es handelt sich um zwei Mannschaften, die - was ihr Alter betrifft - ähnlich sind: Zidanes Truppe baut auf bereits erzielten Ruhm, die Italiener auf ihre bisher unerfüllten Hoffnungen. Sie haben schon ihre Siege, wir haben Hunger: Das letzte Zusammentreffen einer Generation."

FRANKREICH:
"L'Equipe": "Dieses Finale gehört Zidane. Wir sind zerrissen zwischen der Ungeduld, den Künstler für seine letzte Show auf die Bühne kommen zu sehen, und der spürbaren Frustration, weil es danach vorbei ist."
"Nice Matin": "Frankreich hat plötzlich die Moral wiedergefunden. Jahrelang machte man sich Sorgen um das Land, wegen der Melancholie und des unverbesserlichen Pessimismus, nun glaubt es wieder an sich."

GROSSBRITANNIEN:
"The Guardian": "Das globale Dorf wartet darauf, von der alten Welt zu lernen. Es beschäftigt nicht wirklich die Köpfe der Spieler im Finale, welche Reputation das Turnier 2006 haben wird. Aber die Begegnung zwischen Italien und Frankreich wird entscheiden, wie das gesamte Ereignis in Erinnerung bleiben wird."
"The Daily Mail": "Die Armee der Old Boys hat den Traum der Kids zerstört: Was als Feier der Jugend begonnen hatte, ist zu einer Feier des beständigen Talents geworden. Eine letzte Ehrung für Zinedine Zidane. Oder - was wahrscheinlicher ist - eine letzte Chance für Fabio Cannavaro. Zwei Kapitäne, die sich im Wettbewerb gegenüber stehen, aber einen gemeinsamen Traum haben.
"The Daily Mirror": "Die Bühne ist bereit für ZZ's Abschied. Der alte Revolverheld Zinedine Zidane und der Rest von Frankreichs "Goldener Generation" gehen nach einem letzten Duell dem Sonnenuntergang des Fußballs entgegen.

POLEN:
"Rzeczpospolita": "Abschied von Zidane. Das Finale der Weltmeisterschaft ist eine Attraktion für sich, aber dieses Spiel ist noch aus einem anderen Grund wert, gesehen zu werden. Am Sonntag läuft Zinedine Zidane, der beste Spieler der letzten zehn Jahre, zum letzten Mal auf das Spielfeld. Wenn er in solcher Form ist wie im Match gegen Brasilien, kann Frankreich zum zweiten Mal Weltmeister werden."

SCHWEDEN:
"Aftonbladet": "Der Normalfall bei dieser WM hieß ein Angreifer gegen vier Verteidiger. Deshalb kann Thierry Henry das Finale für Frankreich gewinnen."
"Expressen": "Italien sollte nun wohl auch den Rest des Weges schaffen. Die Franzosen haben ihr Soll ja längst übererfüllt. Aber man kann bei so einem WM-Finale nie wissen." (APA/dpa)

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