Umstrittene Militärübung vor Hawaii

21. Juli 2006, 07:33
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US-Marine einigte sich mit Umweltschützern

Los Angeles - Die US-Marine hat sich mit Umweltschützern über den Einsatz von Sonargeräten bei einem Manöver im Pazifik geeinigt. Demnach dürfen die Geräte eingesetzt werden, die Marine muss allerdings eine Entfernung von mindestens 40 Kilometern zu einem kürzlich eingerichteten Naturschutzgebiet im Nordwesten von Hawaii einhalten. Darüber hinaus muss die Marine verstärkt auf die mögliche Anwesenheit von Walen in der Region achten.

Vor vier Tagen hatte ein Bundesgericht den Einsatz wegen möglicher Gefahren für die Meeressäuger vorläufig verboten. Richterin Florence-Marie Cooper folgte damit einem Antrag von Umweltschützern. Diese hätten schlüssig dargelegt, dass die Sonar-Signale die Meeressäuger "töten, verletzen oder verstören" könnten, sagte Cooper. Nach der Einigung erklärte ein Marinesprecher, die Geräte kämen möglicherweise noch am Wochenende zum Einsatz.

Die Behörde für Meeres- und Klimaforschung (NOAA) hatte den Einsatz unter Auflagen gestattet. Nach einer Untersuchung der NOAA wurde eine Massenstrandung von über 150 Walen auf der hawaiianischen Insel Kauai vor zwei Jahren möglicherweise von einem Marine-Manöver verursacht. (APA/AP)

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