Umfahrung Klosterneuburg - Bauabschnitt eins beginnt

9. Juli 2006, 18:52
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3,6 km lange Trasse entlang der Franz-Josephs-Bahn

Klosterneuburg - Die lange geplante - und viel diskutierte - Umfahrung Klosterneuburg (Bezirk Wien-Umgebung) geht in die Umsetzung. Nach Vorarbeiten an der B14 wird nun mit dem Bauabschnitt eins in der Aufeldgasse begonnen, teilte die Stadtgemeinde in einer Aussendung mit. Die neue, 3,6 Kilometer lange Trasse, die die Stadt vom Durchzugsverkehr von und in Richtung Wien entlasten soll, wird vor der Weidlinger Kreuzung beginnen und zwischen Bahn und Aufeldgasse in Richtung Kritzendorf verlaufen. Dabei wird mit der Unterfahrung des Weidlingbaches und der Donaustraße der neuralgische Knotenpunkt mit der niveaugleichen Eisenbahnkreuzung ausgeschaltet.

Die Entlastungsstraße führt weiter entlang der Bahn, wird neben den Park-and-ride-Anlagen die Rollfährestraße unterfahren und mit einer Bahnüberführung an die L 118 am Ende der Albrechtstraße anschließen. Außerdem soll ein Teil des Straßendamms entlang der Franz Josefs-Bahn als Hochwasserschutz genutzt werden, um den Niedermarkt vor Überschwemmungen - wie beim Jahrhunderthochwasser 2002 - zu schützen.

45 Millionen Euro

Nach Angaben der Stadtgemeinde wurde die Arge Strabag-Züblin vom Land Niederösterreich mit der Errichtung beauftragt. Die Kosten dafür werden rund 45 Millionen Euro betragen. Die Arbeiten der ÖBB (Verlegung der Gleise und Weichen, die Arbeiten an der Oberleitung und der Bau der beiden Brücken) werden von der Arge Hinteregger, Swietelsky, Pittel durchgeführt.

Derzeit werden bereits im Bereich der Wienerstraße unter der Bahn und der B14 u.a. Kanalarbeiten durchgeführt. Ab Mitte August sollen dann wieder alle vier Fahrspuren auf der Wienerstraße befahrbar sein. Die ÖBB beginnen ebenfalls mit den Bauarbeiten im Bereich des Bahnschrankens Donaustraße/Leopoldstraße, wodurch es zu einer teilweisen Sperre des Bahnüberganges kommen wird. (APA)

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