Im Segeln herrscht Gegenwind

11. Juli 2006, 10:37
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Ungereimtheiten nach WM im Burgenland - Offene Forderungen an Veranstalter

Eisenstadt - Die Wirtschaftskammer Burgenland setzt den Veranstaltern der ISAF World Sailing Games 2006, die im Mai am Neusiedler See stattfand, ein Ultimatum. Laut WK-Präsident Peter Nemeth warten 33 Betriebe noch auf eine Summe von 552.000 Euro. "Es gibt aber sicher weitere Unternehmen, die sich noch nicht bei uns gemeldet haben", erklärte Nemeth in einer Aussendung am Freitag. "Wir wollen bis spätestens 14. Juli von der Durchführungs GmbH wissen, wie die offenen Forderungen beglichen werden."

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SP) wurde bereits am Donnerstag während der Landtagssitzung mit einer Anfrage konfrontiert. Er stellte klar, dass das Land seinen vertraglichen Vereinbarungen nachgekommen sei. Für das Marketing der World Sailing Games sei der Segelverband verantwortlich gewesen, so Niessl.

Für ihn stelle sich die Frage: "Wie groß ist der Schaden? Niemand hat mir gesagt, wie hoch die Forderungen der Unternehmen sind", meinte der Landeshauptmann. Von Land und Bund seien gemeinsam 1,2 Millionen Euro für die sportliche Durchführung der WM zur Verfügung gestellt worden. Das Land habe zwei Drittel der Summe bezahlt.

"Uns ging es darum, den Neusiedler See als den Sportsee Mitteleuropas darzustellen. Uns war klar, dass Segeln nicht der Publikumsmagnet ist", so Niessl. Das Land habe sich an seine vertraglichen Vereinbarungen gehalten, für die Vermarktung der Sportveranstaltung sei ausschließlich der Segelverband verantwortlich gewesen. (red - DER STANDARD PRINTAUSGABE 8./9.7. 2006)

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