Interesse aus Mailand

20. Juli 2006, 12:28
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Gerüchte über Interessenten an der Gewerkschaftsbank von UniCredit bis Unipol

Mailand - Offiziell will die Mailänder Großbank UniCredit nichts zu einer möglichen Übernahme der Bawag sagen. Allerdings wird in Mailand auch nicht dementiert, dass das Dossier zum möglichen Erwerb der Bank bereits auf dem Schreibtisch der zuständigen Manager bei der Bank Austria liegen könnte.

In banknahen Kreisen wird darauf verwiesen, dass UniCredit in Mittel- und Osteuropa weiter wachsen möchte. Ob es allerdings Sinn macht, in Österreich weiter zu expandieren, wird von Analysten eher bezweifelt.

Abgesehen von der Mailänder UniCredit habe auch der Triestiner Versicherer Assicurazioni Generali ein Auge auf die Bawag geworfen.

Außerdem wird in Mailänder Bankkreisen auch das Gerücht laut, dass der genossenschaftliche Versicherer Unipol im Ausland, möglicherweise auch in Österreich, expandieren könnte. Schließlich ist der Bank-Austria-Präsident Carlo Salvatori inzwischen zu Unipol als Versicherungschef übergewechselt. Unipol hat wegen des Verkaufs der Banca-Nazionale-del-Lavoro-Beteiligung immerhin rund 2,5 Mrd. Euro in der Kriegskasse. Italiens drittgrößter Versicherer hat seit je wissen lassen, sich im Banksektor engagieren zu wollen. 2005 scheiterte die geplante Übernahme der Banca Nazionale del Lavoro. Nun steht ein neuer Anlauf - möglicherweise im Ausland - zur Diskussion. (tkb, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8./9.7.2006)

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