TV-Oscar mit Ösifaktor

26. August 2006, 22:36
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"Into the West" ist am häufigsten für den Emmy nominiert - Regie bei Folge 1 führte der Österreicher Robert Dornhelm - Ebenfalls ganz vorn mit dabei: "24", "Grey's Anatomy"

Bombastisch und ziemlich unironisch fiel die Miniserie "Into the West"aus. Dem US-Publikum gefiel sie freilich, und so auch der Jury für den wichtigsten Fernsehpreis dort: 16-mal ist die Serie für Emmy Awards nominiert, mehr als alle Mitbewerber.

Der österreichische Regisseur Robert Dornhelm hat die erste Folge inszeniert. Produzent: Steven Spielberg. "Into the West"beschwört mit viel Pathos den Gründungsmythos der USA: Vor wildromantischer Kulisse schnauben Büffelherden, glüht Abendrot, pfaucht die Dampflok und weht im Hintergrund die Fahne im Wind.

"24"verkauft sich im deutschen Sprachraum besser: Die erste Staffel lief im ORF, die übrigen seither bringt ATV. Die Echtzeitserie schaffte diesmal zwölf Nominierungen für Emmy Awards.

Chancen auch für "Grey's Anatomy"

Elfmal ist "Grey's Anatomy" nominiert. Die Jungärzte ordinieren auch im ORF.

Auch Krankenhaus, auch ORF: "Scrubs - Die Anfänger"hat gute Chancen in der Kategorie "herausragende Comedy". Konkurrenten: die CBS- Serie "Two and a Half Men"(ORF) mit Charlie Sheen in der Hauptrolle und die Büro-Serie "The Office"mit Steve Carel. NBC adaptierte die gleichnamige Serie der BBC für die USA. ProSieben inspirierte sie zu "Stromberg".

In der Kategorie Outstanding Drama Series sind "Grey's Anatomy", die Mafiastory "The Sopranos"(ORF), "West Wing", "House"und "24"nominiert.

In ganzen 94 Kategorien vergibt die Academy of Television Arts &Sciences heuer Emmys. Vom Ton bis zu Make-up und Titeldesign, stets fein säuberlich unterteilt in Comedy, Drama, Miniseries, TV-Movie, Dokumentation und so weiter. Durch ein neu- es Auswahlverfahren sollten auch Shows von kleineren US-Sendern eine Chance bekommen.

Die US-Fernsehakademie verleiht die Emmys am 27. August in einem Gala-Abend im Shrine Auditorium in Los Angeles - zum inzwischen 58. Mal. (APA, dpa, AP, red/DER STANDARD: Printausgabe, 8./9.7.2006)

  • Indianer, hier ohne Cowboys: "Into the West"über den Wilden Westen und den Gründungs-mythos der USA erhielt die meisten Nominierungen für die Emmy Awards.
    foto: tnt

    Indianer, hier ohne Cowboys: "Into the West"über den Wilden Westen und den Gründungs-mythos der USA erhielt die meisten Nominierungen für die Emmy Awards.

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