WDR-Intendant Pleitgen neuer Präsident der Europäischen Rundfunkunion

26. Juli 2006, 12:58
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Tritt sein neues Amt am 1. September an - Er folgt als EBU-Präsident dem Finnen Arne Wessberg

Der Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Fritz Pleitgen, wird neuer Präsident der Europäischen Rundfunkunion (EBU). Wie der Westdeutsche Rundfunk am meldete, wurde der 68-Jährige am Freitag im portugiesischen Cascais in diese Funktion gewählt. Den Angaben zufolge tritt Pleitgen sein neues Amt am 1. September an. Er folgt als EBU-Präsident dem Finnen Arne Wessberg.

Pleitgen seit 2002 Vizepräsident

Der Europäischen Rundfunkunion gehören 74 zumeist öffentlich-rechtliche Rundfunkstationen an, darunter neben dem ORF auch ARD und ZDF, die BBC in Großbritannien, France Televisions in Frankreich und RAI in Italien. Pleitgen ist bereits seit 2002 Vizepräsident der EBU. Die Organisation setzt sich für den Austausch von Nachrichten und Programmen in der Eurovision (u.a. den Schlagerwettbewerb Concours Eurovision) sowie für gemeinsame technische Standards ein.

Auswirkungen seiner Nominierung als Präsident der Organisation auf eine mögliche Wiederwahl Pleitgens als WDR-Intendant gelten als unwahrscheinlich. Eine Sprecherin des ARD-Senders verwies auf Anfrage nur auf das anstehende Gespräch des Wahlvorbereitungsausschusses mit Pleitgen über diese Frage. (APA/AP)

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