Friedensgespräche mit zweitägiger Verspätung begonnen

31. Juli 2006, 15:05
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Rebellen kündigen Fortsetzung des bewaffneten Kampfs an

Juba - Mit zweitägiger Verspätung haben Freitag die Friedensverhandlungen zwischen Regierung und Rebellen Ugandas begonnen. Die Delegationen von Regierung und der Rebellenbewegung LRA kamen in der südsudanesischen Stadt Juba zusammen, um über ein Ende des seit fast 20 Jahren andauernden Bürgerkriegs im Norden Ugandas zu sprechen.

Ein LRA-Vertreter betonte bei der Eröffnungszeremonie, seine Bewegung werde den bewaffneten Kampf so lange fortsetzen, bis ein umfassender Friedensansatz gefunden sei. Zuvor hatte der ugandische Innenminister Ruhakana Rugunda betont, dass die Regierung in Kampala bereit sei, den Konflikt schnell zu lösen. Die Verhandlungen sollten am Samstag fortgesetzt werden.

In dem Konflikt wurden in Norduganda Schätzungen zufolge zehntausende Menschen getötet und fast zwei Millionen vertrieben. Menschenrechtsorganisationen werfen den Rebellen vor, bis zu 25.000 Kinder und Jugendliche entführt zu haben, um sie als Soldaten im Kampf gegen die Regierung von Präsident Yoweri Museveni oder als Sexsklavinnen zu missbrauchen. (APA)

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