Armeeangriff in Burundi: 13 Rebellen und ein Soldat getötet

15. Juli 2006, 17:43
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Verhandlung über Waffenstillstand auf 13. Juli verschoben

Bujumbura - Bei einem Angriff der burundischen Streitkräfte sind nach Armeeangaben nahe der Hauptstadt Bujumbura 13 Rebellen und ein Soldat getötet worden. Wie ein Armeesprecher mitteilte, richtete sich der Einsatz am Donnerstagnachmittag gegen ein Ausbildungszentrum der Rebellenorganisation Nationale Befreiungskräfte (FNL).

Der Verwalter der Ortschaft Isale, in der sich der Vorfall ereignete, sprach von zwölf toten Rebellen, die ersten Ermittlungen zufolge hingerichtet worden seien. Er habe bei den meisten Leichen Einschusslöcher im Kopf gesehen, fügte der Verwalter Désiré Ngendakumana hinzu. Nach Angaben des Armeesprechers soll eine Untersuchung klären, welche Version des Vorfalls stimmt.

Vorbereitungen zum Abschluss eines endgültigen Waffenstillstands

Erst am Mittwoch waren zwei Zivilisten in einem Hinterhalt bei Bujumbara verletzt worden. Die burundische Armee machte FNL-Rebellen dafür verantwortlich. Seit mehreren Wochen gibt es Vorbereitungen zum Abschluss eines endgültigen Waffenstillstands zwischen Regierungssoldaten und Rebellen. Ursprünglich sollte eine entsprechende Vereinbarung bereits am 2. Juli unterzeichnet werden. Da sich Regierung und FNL jedoch nicht über eine Umstrukturierung der Armee einigen konnten, sind die Verhandlungen bis zum 13. Juli unterbrochen.

Die FNL ist die einzige der sieben Rebellenorganisationen, die die Waffen nach einer am 18. Juni vereinbarten Waffenruhe noch nicht niedergelegt hat. Bei Kämpfen in dem kleinen zentralafrikanischen Land wurden in den vergangenen 13 Jahren Schätzungen zufolge etwa 300.000 Menschen getötet. (APA)

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