China wird voraussichtlich Gastland der Frankfurter Buchmesse

14. Juli 2006, 12:44
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Prinzipielle Übereinkunft für 2009 - heuer steht Indien im Mittelpunkt

Frankfurt/Main - China soll im Jahr 2009 Gastland der Frankfurter Buchmesse werden. Darauf haben sich beide Seiten prinzipiell verständigt, wie am Freitag Buchmessen-Sprecherin Caroline Vogel sagte. Der Vertrag mit dem bevölkerungsreichsten Land der Welt sei jedoch noch nicht unterzeichnet. Auf der Frankfurter Buchmesse, der weltgrößten Bücherschau, wird im kommenden Oktober Indien zu Gast sein. 2007 präsentiert Katalonien seine Kultur in Frankfurt. 2008 soll dann die Türkei Ehrengast werden.

Mit seinen rund 1,3 Milliarden Einwohnern gilt China derzeit als einer der interessanten Buchmärkte weltweit. Im Jahr 2004 war China mit 600 Titeln größter Abnehmer für deutsche Buchlizenzen. Die Branche ist im Umbruch, da die Regierung eine Liberalisierung plant. Derzeit steht der Markt noch unter staatlicher Kontrolle. Ausländern ist es noch verboten, einen Verlag in China zu eröffnen oder als Partner in einem chinesischen Verlag einzusteigen.

Vice versa

Die Gespräche zwischen China und der Buchmesse über einen Auftritt als Gastland - dieses Konzept gibt es seit 1976 auf der Bücherschau - laufen seit längerem. Deutschland wird umgekehrt Ende August 2007 Gastland auf der internationalen Pekinger Buchmesse sein. Dann soll der "Chinesische Buchpreis für besondere Verdienste" an drei namhafte Vertreter aus Deutschland verliehen werden.

Organisiert wird die Präsentation der deutschen Literatur in Peking von der Frankfurter Buchmesse. Die Tochter des in Frankfurt ansässigen Börsenvereins des Deutschen Buchhandels organisiert den Gemeinschaftsstand der deutschen Verlage in Peking seit über 20 Jahren. (APA/dpa)

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