Strobl begrüßt Zusatz-Kandidaten-Hearing mit Zähneknirschen

28. Juli 2006, 18:01
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Grüner Stiftungsrat: "Ein Fiedler'sches Betriebsratshearing ist besser als gar kein Hearing"

Auf geteilte Zustimmtung stößt das vom ORF-Zentralbetriebsratschef Heinz Fiedler in Aussicht gestellte gesonderte Kandidaten-Hearing für Mitarbeiter des Öffentlich-Rechtlichen beim Grünen Stiftungsrat Pius Strobl. "Ein Fiedler'sches Betriebsratshearing ist besser als gar kein Hearing", lautete seine pragmatische Reaktion in einer Aussendung vom Freitag.

Einwände erhob Strobl allerdings gegen die Ankündigung, nur "aussichtsreiche" Bewerber für den Posten des Generaldirektors würden zum Hearing zugelassen: Es müsse klar sein, dass sich alle präsentieren können und nicht nur eine Auswahl von Fiedler, so der Stiftungsrat.

Grundsätzlich sei seiner Meinung nach "für die ORF-Mitarbeiter besonders das Hearing vor dem Stiftungsrat bedeutsam gewesen, weil die dort gestellten Fragen zur Meinungsbildung der Stiftungsräte dienen". Mit einem entsprechenden Antrag, mit dem erreicht werden sollte, dass die Kandidaten bei der Wahl des Generaldirektors ein medienöffentliches Hearing im Stiftungsrat absolvieren müssen, war Strobl bereits Mitte Juni im Stiftungsrat gescheitert. Ein solcher Antrag der Grünen fand in einer Sondersitzung des Nationalrats in der Vorwoche ebenfalls keine Mehrheit. (APA)

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