Nur jeder zehnte Österreicher lehnt bürgerliche Gesinnung ab

7. Juli 2006, 13:08
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59 Prozent sehen darin ein positives Persönlichkeitsmerkmal

Linz - Nur jeder zehnte Österreicher lehnt eine bürgerliche Gesinnung ab. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS hervor, deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht wurden. 59 Prozent hingegen sehen darin ein positives Persönlichkeitsmerkmal.

Immer wieder wird von einer "Rückkehr zur Bürgerlichkeit" gesprochen. IMAS wollte wissen, welchen Stellenwert der Begriff unabhängig davon, wie er im Einzelnen verstanden wird, in der Bevölkerung ganz allgemein besitzt. Das Institut führte im Juni Interviews mit 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren ausgewählten Personen durch.

59 Prozent der Befragten gaben an, dass es eher für jemanden spreche, wenn ihm eine bürgerliche Gesinnung nachgesagt wird. Zehn Prozent sind der gegenteiligen Meinung. Auf überdurchschnittlichen Widerstand stößt die Bürgerlichkeit am ehesten bei Maturanten und Akademikern (18 Prozent) sowie bei unter 30-Jährigen (17 Prozent).

Bei Anhängern der Grünen ist die Akzeptanz der Bürgerlichkeit mit 43 Prozent vergleichsweise am geringsten. 55 Prozent der SPÖ-Sympathisanten sprechen sich dafür aus und 76 Prozent jener, die ÖVP, BZÖ oder FPÖ wählen. (APA)

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