Spielerporträts der Squadra Azzurra

9. Juli 2006, 23:28
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Die italienischen Teilnehmer am Endspiel kurz beleuchtet

Gianluigi Buffon (Juventus Turin/28 Jahre/66 Länderspiele): Die Nummer eins Italiens gilt als bester Goalie der WM und für viele als der beste der Welt. Das einzige Gegentor in Deutschland kassierte er beim 1:1 gegen die USA von seinem Teamkollegen Cristian Zaccardo. Der Juve-Keeper spielte bisher absolut fehlerlos.

Gianluca Zambrotta (Juventus Turin/29/57): Auf der rechten Abwehrseite die Souveränität in Person. Abgeklärt, fair und mit gutem Auge. Sein erstes Länderspiel-Tor gegen die Ukraine nach zwei Jahren widmete er Gianluca Pessotto, der nach seinem Selbstmordversuch auf dem Wege der Besserung ist.

Marco Materazzi (Inter Mailand/32/31): Alessandro Nestas Pech war sein Glück bei dieser WM. Der Edel-Reservist spielte seit dem dritten Gruppenspiel an der Seite von Abwehrchef Fabio Cannavaro in der Innenverteidigung, weil Nesta mit einer Adduktorenzerrung ausfiel. Sicher und fehlerfrei.

Fabio Cannavaro (Juventus Turin/32/99): Der Kapitän ist der beste Abwehrchef der Welt und für Diego Maradona sogar "der beste Spieler dieser WM". Überragend im Stellungsspiel, schnell und trotz seiner nur 1,75 Meter kopfballstark. In Berlin wird er vor Buffon wieder eine Mauer errichten.

Fabio Grosso (Palermo/28/22): Der Held des Halbfinales gegen Deutschland. Mit seinem Tor zum 1:0 in der 119. Spielminute ebnete er den "Azzurri" den Weg ins Finale. Souverän auf der linken Abwehrseite und sehr schnell über die Flügel. Bisher in Palermo, verteidigt er ab der kommenden Saison das Tor von Inter Mailand.

Mauro Camoranesi (Juventus Turin/29/25): Der Mann mit argentinischen Wurzeln und langem Zopf ist über den rechten Flügel brandgefährlich. Zusammen mit seinem Hintermann Zambrotta bildet er ein grandioses Tandem.

Gennaro Gattuso (AC Milan/28/46): Der unermüdliche Kämpfer, der weder sich noch Gegner schont, wurde zum Inbegriff italienischer Einsatzbereitschaft. Keiner rackert so viel wie der robuste Mittelfeldspieler. Gegen Frankreich soll er Zidane ausschalten.

Andrea Pirlo (AC Milan/27/30): Der Regisseur der "Azzurri" im defensiven Mittelfeld lief bei dieser WM zu absoluter Höchstform auf. Fantastische Flanken über 50 Meter, ein grandioses Auge für die Situation und gefährliche Freistöße sind sein Markenzeichen.

Andrea Perrotta (AS Roma/28/30): Der Antreiber über die linke Seite. Stark auch in der Defensivarbeit, wo er für Grosso aushilft, wenn der zu seinen Flankenläufen ansetzt. Versteht sich bestens mit seinem Roma-Teamkollegen Francesco Totti.

Francesco Totti (AS Rom/29/57): Ein Superstar, und doch gelang ihm auch bei dieser WM bisher noch nicht der Durchbruch. Nach seinem Wadenbeinbruch Mitte Februar ist der Spielmacher aber wieder in Top-Form. Das Finale gegen Frankreich wird für den Römer möglicherweise der letzte große Auftritt in der Nationalelf sein.

Luca Toni (Fiorentina/28/23): Dem Torschützenkönig der Serie A ist der Knoten vor dem Finale geplatzt. Mit zwei Toren gegen die Ukraine schoss sich der Stürmer im Viertelfinale warm. Gegen Deutschland erfolglos, will der Florentiner im Finale gegen Frankreich in die Fußstapfen des legendären Paolo Rossi treten.

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