Spielerporträts der Equipe Tricolore

9. Juli 2006, 23:28
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Die französischen Teilnehmer am Endspiel kurz beleuchtet

Fabien Barthez (Olympique Marseille/35/86): Der älteste Spieler im routinierten französischen Team, dessen Nominierung anstelle des für Insider besseren Gregory Coupet als Nummer 1 umstritten war. Dem Weltmeister von 1998 unterliefen bisher keine gravierenden Fehler, aber Sicherheit und Ruhe strahlt der Glatzkopf nicht aus.

Willy Sagnol (Bayern München/29/44): Auf den soliden Rechtsverteidiger ist wie immer Verlass. Einer der Wortführer in der "Equipe tricolore", der den während der WM gewachsenen Teamgeist personifiziert. Konnte seine Offensivstärke mit seinen Maßflanken noch nicht so richtig ausspielen. Kann mehr, als er bisher zeigte.

Lilian Thuram (Juventus Turin/34/120): Der französische Rekord-Nationalspieler gilt als der Intellektuelle unter den "Blauen". Seine Routine und Zweikampfstärke gibt der viel gelobten Deckung den nötigen Halt. Angesichts des Hypes um Zinedine Zidane fast in Vergessenheit geraten: Auch er beendet nach der WM seine Karriere.

William Gallas (Chelsea/28/46): Zusammen mit Thuram der Garant für das starke Bollwerk im zentralen Abwehrbereich. Im gesamten Turnierlauf wohl der konstanteste französische Spieler, obwohl im Verein mehr auf der Seite als zentral eingesetzt. Der Mann von der Insel hat die besten Zweikampfwerte.

Eric Abidal (Olympique Lyon/26/13): Der Verteidiger hat sich im Duell um den Stammplatz auf der linken Abwehrseite gegen ManU-Verteidiger Mikael Silvestre zwar durchgesetzt. Gegen Portugal zeigte er aber, dass er einer der wenigen Schwachpunkte im französischen Kollektiv ist.

Patrick Vieira (Juventus Turin/30/93): Der 1,92 Meter große Juve-Riese ist im defensiven Mittelfeld der beste und konstanteste Spieler. Nicht nur für Trainer Raymond Domenech der aussichtsreichste Anwärter auf das Prädikat "Bester WM-Spieler". Räumt in der Defensive auf und sorgt in der Offensive für Druck: Zwei Tore, zwei Vorlagen.

Claude Makelele (Chelsea/33/49): Wie bei Zidane und Thuram hat sich seine Rückkehr bezahlt gemacht. Die ideale Ergänzung zu Vieira im defensiven Mittelfeld. Hält Zidane den Rücken frei. Besticht durch Routine und hohe Laufbereitschaft. Prototyp des Teamplayers.

Franck Ribery (Olympique Marseille/23/9): Der junge Mann aus Marseille ist die große Entdeckung der WM. Mit seiner dynamischen Spielweise sicherte sich der als "Joker" in die WM gestartete Mittelfeldspieler einen Stammplatz. Das belebende Element hauchte dem alternden Team frischen Atem ein. Dribbelstark mit Zug zum Tor.

Zinedine Zidane (Real Madrid/34/107): Auf seiner Abschiedstournee widerlegte der 34-Jährige von Spiel zu Spiel alle Zweifler an seinen nach wie vor außergewöhnlichen Fähigkeiten. Der unnachahmliche Künstler am Ball ist nach seinem Comeback wieder Herz und Kopf der "Blauen".

Florent Malouda (Olympique Lyon/26/18): War in der Vorbereitung einer der Lichtblicke. Konnte diesen guten Eindruck während der WM aber noch nicht bestätigen. Der in Guyana gebürtige Linksfuß ist einer der wenigen, der eine gegnerische Abwehr mit Distanzschüssen in Verlegenheit bringen kann.

Thierry Henry (Arsenal/28/84): Könnte der Schlüsselspieler im Finale werden. Dort kann und will er endlich zeigen, was er bisher öfters verborgen hat: einer der weltbesten Stürmer zu sein. Er kann noch mehr, als er trotz seiner drei WM-Tore zeigte. Stellt seine individuelle Stärke voll in den Dienst der Mannschaft.

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