Asfinag verteidigt Vergabeentscheidung für Nordautobahn

9. Juli 2006, 18:52
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Trattner erinnert Unterlegene an "Verschwiegenheitspflicht"

Wien - Die Asfinag hat ihre Vergabeentscheidung für die Nordautobahn A5 verteidigt. "Die Asfinag wird im Nachprüfungsverfahren durch das Bundesvergabeamt darlegen, worauf sich die Bestbieter-Entscheidung stützt, und nachweisen, dass das Verfahren absolut korrekt abgewickelt wurde", so Asfinag-Vorstand Christian Trattner am Freitag in einer Aussendung.

Die Entscheidung de Autobahngesellschaft, ein Konsortium aus Alpine Mayreder, Hochtief und der Deutschen Bank mit dem 1 Mrd. Euro schweren Auftrag zu betrauen, wird vom Zweitgereihten, dem Akor-Kosortium (Strabag, Porr, Swietelsky und Habau sowie Raiffeisen, BA-CA, Investkredit und Immorent) angefochten, wie die Gruppe gestern schriftlich erklärte. In der aktuellen Presse werden Stimmen aus der Porr und von Bilfinger + Berger zitiert, die ebenfalls geboten haben.

Trattner fordert die Unterlegenen auf, "in dem noch laufenden Vergabeverfahren nicht über die Medien Luft zu verschaffen und damit gegen das Verschwiegenheitsgebot zu verstoßen, sondern die dafür vorgesehenen Instanzen zu nutzen". Die von Akor geäußerte Kritik an der zeitlichen Trennung zwischen der Bestbieter- und der Zuschlagsentscheidung sei unbegründet und im Verfahren von Anfang an vorgesehen gewesen. Akor erwartet eine Entscheidung bis spätestens Ende August.(APA)

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