172.700 freie Stellen für rund 427.400 Arbeitslose

27. Juli 2006, 20:01
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Die Arbeitskräftenachfrage von Österreichs Unternehmen zieht in fast allen Branchen an, berichtet das Arbeitsmarktservice

Wien - Die Arbeitskräftenachfrage von Österreichs Unternehmen zieht in fast allen Branchen an, berichtet das Arbeitsmarktservice (AMS) am Freitag in einer Aussendung. Alle Bundesländer hätten von den Zuwächsen profitieren können. Für das erste Halbjahr 2006 wurde ein neuer Höchststand von 172.700 freien Stellen verzeichnet, 11 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2005. Die beim AMS gemeldeten Jobsuchenden für den selben Zeitraum waren insgesamt 427.400 Personen (2005: 418.400).

16.700 (+11 Prozent) mehr freie Stellen standen im Halbjahr 2006 rund 9.000 Menschen mehr (+2,2 Prozent) gegenüber, die in Österreich zusätzlich am AMS-Stellenmarkt auf Jobsuche waren. Seit 1997 ist nach Angaben des staatlichen Arbeitsplatzvermittlers die Zahl der gemeldeten freien Stellen um 52 Prozent angewachsen.

Die Arbeitskräftenachfrage von Österreichs Unternehmen habe sich durch alle Branchen und alle Bundesländer gezogen, hieß es. Die meisten Stellenangebote gingen für unternehmensbezogene Dienstleistungen beim AMS ein. Dort wurden im ersten Halbjahr insgesamt 48.000 Jobs zu Besetzung gemeldet, was um 25,3 Prozent oder 9.700 Stellen mehr waren als im ersten Halbjahr 2005.

Der Tourismus

Mit insgesamt 35.800 freier Stellen meldete auch der Tourismus eine kräftige Nachfrage nach Arbeitskräften an (+2,4 Prozent oder 800). Im Handel standen rund 21.900 freie Arbeitsplätze (+3,9 Prozent oder 800 Jobs) zur Verfügung. Mehr Stellenzugänge gab es im Bauwesen (+7,3 Prozent auf 13.500) sowie bei den sonstigen Dienstleistungen (+7,2 Prozent auf 7.800).

Den relativ stärksten Stellenzugang im ersten Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichneten Vorarlberg (+28,4 Prozent), die Steiermark (+18,9 Prozent), Tirol (+17,2 Prozent) und das Burgenland (+ 13,5 Prozent). Auch in Niederösterreich (+10,1 Prozent), in Kärnten (+9 Prozent), in Salzburg (+8,1 Prozent), in Oberösterreich (+7,5 Prozent).

Schlusslicht ist die Bundeshauptstadt Wien mit einem nur 2,1-prozentigen Zuwachs von über das AMS angebotenen Arbeitstellen. (APA)

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