BMW verteidigt Vorsprung gegen Mercedes

21. Juli 2006, 12:11
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Kernmarke BMW fand 1,9 Prozent mehr Käufer - Produktionsausfälle bei Mini drückten auf Absatzzahlen

München - Der Münchner Autobauer BMW hat trotz dünner Absatzzuwächse im Juni seinen Vorsprung vor dem Stuttgarter Erzrivalen Mercedes-Benz verteidigt. Die Kernmarke BMW habe im vergangenen Monat mit 111.640 verkauften Modellen 1,9 Prozent mehr Käufer gefunden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Mercedes-Benz verkaufte im gleichen Zeitraum rund 5.500 Fahrzeuge weniger als die Münchner.

In Deutschland verbuchte BMW im Juni sogar einen kräftigen Absatzrückgang. Auf dem Heimatmarkt seien die Verkäufe um 7,2 Prozent zurückgegangen, sagte ein BMW-Sprecher. Im ersten Halbjahr stehe dagegen noch ein Plus von 0,8 Prozent zu Buche.

Im gesamten Konzern drückten die Produktionsausfälle bei Mini auf die Absatzzahlen. Insgesamt habe der Autobauer mit 130.530 Stück lediglich rund ein Prozent mehr Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft als noch ein Jahr zuvor. Das Unternehmen begründete das verhaltene Wachstum neben dem Umbau im englischen Mini-Werk mit der Einführung des neuen 3er-Modells im März des vergangenen Jahres.

Plus acht Prozent

Im ersten Halbjahr habe der Zuwachs im Konzern acht Prozent betragen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Vor allem die Kernmarke BMW habe in den ersten sechs Monaten zugelegt und elf Prozent mehr Käufer gefunden. Mini habe durch die Produktionsausfälle Einbußen von 6,5 Prozent verzeichnet.

Asien bleibe der größte Wachstumsmarkt von BMW, hieß es. In China habe der Konzern um gut die Hälfte zugelegt. Im größten Markt Europa schlug BMW knapp fünf Prozent mehr Autos seiner Marken los, in Amerika knapp neun Prozent.

Von den drei großen Nobelherstellern BMW, Mercedes und Audi hat die Ingolstädter Volkswagen-Tochter im ersten Halbjahr mit einem Plus von 9,8 Prozent die größte Zuwachsrate verzeichnet. (APA/Reuters)

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