Angst vor islamischem Extremismus steigt

10. Juli 2006, 19:37
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Besorgnis über Anstieg religiös motivierter Gewalt

Washington - Seit den Anschlägen auf das Londoner Nahverkehrssystem vor einem Jahr hat die Angst der Briten vor islamischem Extremismus einer Umfrage zufolge deutlich zugenommen. Wie aus den Zahlen des US-Instituts Pew Global Attitudes Project am Donnerstag hervorging, gaben 42 Prozent der in Großbritannien Befragten an, sehr besorgt über einen Anstieg der religiös motivierten Gewalt in ihrem Land zu sein.

Im Mai 2005 waren es den Angaben nach noch 34 Prozent. Am Freitag ist der Jahrestag der Londoner Anschläge: Am 7. Juli 2005 hatten vier junge britische Moslem-Extremisten Sprengsätze in drei U-Bahnen und einem Bus gezündet und 52 Menschen mit in den Tod gerissen. 700 weitere wurden verletzt.

Auch in Deutschlang stieg die Besorgnis

Auch in Deutschland ist der Umfrage zufolge der Anteil der Besorgten gestiegen - auf 40 Prozent von 35 Prozent ein Jahr zuvor. In Frankreich und Spanien dagegen zeigten sich etwas weniger Menschen beunruhigt über mutmaßliche Moslem-Extremisten vor der eigenen Haustür. Dabei war auch Spanien schon einmal Anschlagsziel radikaler Moslems gewesen: Im Jahr 2004 gab es Bombenanschläge auf Madrider Pendlerzüge, bei denen 191 Menschen getötet wurden.

Insgesamt nahmen an der Umfrage 13 Länder in Europa, dem Nahen Osten und Asien teil. Auch die US-Bevölkerung wurde befragt. (APA/Reuters)

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