Akor ficht Asfinag-Entscheidung um Nordautobahn A5 an

7. Juli 2006, 12:43
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Konsortium: Ungereimtheiten bei der Auftragsvergabe

Wien - Die im Rennen um den Bau der Nordautobahn A5 zwischen Wien und Mistelbach unterlegene Bewerbergruppe "Akor" will die Entscheidung der staatlichen Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag anfechten. Das Autobahnkonsortium Ost-Region habe heute ein Nachprüfungsverfahren beim Bundesvergabeamt in die Wege geleitet, hieß es in einer Aussendung vom Donnerstag. Begründet wird der Schritt mit dem "Verdacht auf Ungleichbehandlung".

Akor hält das um 100 Mio. Euro günstigere Angebot des Bestbieters - ein Konsortium, das aus Alpine Mayreder, der deutschen Hochtief und der Deutschen Bank bestehen soll - für unglaubwürdig, weil es ihrer Meinung nach nicht nachvollziehbar sei. Die Informationen der Asfinag würden nicht ausreichen "den Verdacht der Ungleichbehandlung der Bieterkonsortien zu zerstreuen", hieß es in der Mitteilung.

Zu den Ungereimtheiten im Verfahren und den möglichen Anfechtungsgründen will man wegen der Geheimhaltungspflicht im Rahmen der Ausschreibung keine Stellung nehmen. Man sei jedoch überzeugt, dass die Anfechtungsgründe stichhaltig genug sind, dass dem Antrag stattgegeben werde. "Eine Entscheidung ist bis spätestens Ende August zu erwarten", zeigt sich das Konsortium zuversichtlich.

Auch der dritte Bewerber um das PPP-Projekt ("Public-Private-Partnership"), ein Konsortium um Bilfinger-Berger, hat kürzlich durchblicken lassen, rechtliche Schritte prüfen zu wollen.

Das Akor Konsortium ist mit ihrer Zusammensetzung Strabag, Porr, Swietelsky und Habau sowie Raiffeisen, BA-CA, Investkredit und Immorent die einzige rein österreichische Gruppe unter den Bietern. (APA)

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