Mauresmo und Henin im Endspiel

8. Juli 2006, 19:39
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Henin-Hardenne gewann belgisches Duell gegen Clijsters - Mauresmo setzte sich gegen Scharapowa durch - Nadal im Halbfinale

London - Die Gewinner der French Open in Paris sind auch beim Tennis-Grand-Slam auf dem heiligen Rasen von Wimbledon eine Klasse für sich. Nachdem am Donnerstag der Spanier Rafael Nadal mit einem 6:3,6:4,6:4 gegen Jarkko Nieminen den Einzug ins Halbfinale schaffte, erreichte auch Belgiens Justine Henin-Hardenne mit einem 6:4, 7:6 (4) gegen Kim Clijsters zum zweiten Mal in ihrer Karriere das Wimbledon-Endspiel. Final-Gegnerin am Samstag ist die Weltranglisten-Erste Amelie Mauresmo, die Maria Scharapowa 6:3,3:6,6:2 besiegte.

Zwar hatte Kim Clijsters im 22. Duell mit ihrer 24-jährige Landsfrau in beiden Sätzen den besseren Start, doch wandelte sie ihre frühen Breaks nicht in Satzgewinne um. Henin-Hardenne, die gegen Clijsters zuletzt im Halbfinale von Paris gesiegt hatte, spielte in Summe aggressiver, zeigte präzise Schläge und gewann ihr 13. Grand-Slam-Spiel ohne Satzverlust in Folge.

"Es war klar, dass es nicht einfach wird gegen Kim", meinte die seit nun 17 Matches unbesiegte Henin-Hardenne. "Aber ich bin noch weit weg von einem Wimbledonsieg." Durch den 12. Erfolg im 22. Vergleich gegen die Dauer-Rivalin machte sie freilich einen großen Schritt in diese Richtung. Bei ihren einzigen Endspiel in Wimbledon hatte sie 2001 gegen die US-Amerikanerin Venus Williams verloren.

Im Endspiel am Samstag geht es in der Neuauflage des Melbourne-Finals gegen Australian-Open-Siegerin Amelie Mauresmo. Einen Tag nach ihrem 27. Geburtstag beschenkte sich die Französin mit einem 6:3,3:6,6:2 gegen die Russin Scharapowa selbst. Die russische Siegerin von 2004 wehrte sich nach Kräften und holte beim Stand von 3:6,1:3 fünf Games in Serie. Im dritten Satz fand Mauresmo aber wieder ihren Rhythmus und verwertete den zweiten Matchball.

Im Herren-Bewerb qualifizierte sich Sandplatzspezialist Rafael Nadal mit einem sicheren Drei-Satz-Erfolg erstmals für das Halbfinale. Gegen den Finnen Jarkko Nieminen setzte sich der 20-Jährige in 2:14 Stunden 6:3,6:4,6:4 durch und trifft in der Runde der besten Vier nun am Freitag auf den Zyprioten Marcos Baghdatis. "Für mich ist ein Traum wahr geworden. Gegen Baghdatis wird es nun sehr schwer, er hat gegen Hewitt ein sehr gutes Spiel gezeigt und trotzt vor Selbstvertrauen", meinte der French-Open-Sieger über seinen Gegner.

Der Finalist von Melbourne hatte sich bereits am Mittwoch mit einem überraschend klaren 6:1,5:7,7:6 (5),6:2-Sieg über Lleyton Hewitt (AUS) für das Halbfinale qualifiziert und rechnet sich auch in England Chancen auf den Titel aus. "Warum nicht, ich habe jetzt mehr Erfahrung und bin auch viel ruhiger auf dem Platz", meinte der 21-Jährige. Im zweiten Halbfinale trifft Titelverteidiger Roger Federer (SUI-1) auf den ungesetzten Schweden Jonas Björkman. (APA/dpa/AFP)

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    Mauresmo (Bild) ließ sich auch von Scharapowa nicht bremsen.

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