Goldmann nimmt Verwarnung "unter Protest zur Kenntnis"

21. Juli 2006, 09:51
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Personenverkehrs-Chefin geht davon aus, bald mit dem Vorstand sprechen zu können

Wien - ÖBB-Personenverkehrs-Vorstandsdirektorin Wilhelmine Goldmann nimmt ihre Verwarnung wegen der Verwendung betrieblicher Mittel für nicht betriebliche Zwecke "unter Protest zur Kenntnis", wie die ÖBB-Managerin im Anschluss an die heutige Aufsichtsratssitzung in einer ersten Reaktion im Gespräch mit der APA erklärte.

Vorstandsgespräche folgen

Goldmann erklärte sich weiters bereit, die vom Aufsichtsrat heute geforderten Gespräche mit dem Vorstand zu führen, um eine vernünftige Lösung zu finden: "Ich bin offen". Sie gehe davon aus, dass diese Gespräche unmittelbar aufgenommen würden, so Goldmann.

Goldmann wurde intern vorgeworfen, ÖBB-Betriebsmittel und -Mitarbeiter für den gemeinnützigen Verein Opernwerkstatt Wien eingesetzt zu haben, dem sie vorsteht. Ein Gutachten, das der ÖBB-Holding-Vorstand in Auftrag gegeben hat, soll zu dem Schluss gekommen sein, dass dadurch "sogar eine fristlose Entlassung gerechtfertigt" wäre. Laut dem Umfeld Goldmanns geht es um einen Streitwert von lediglich 1.500 bis 2.000 Euro. Goldmann selbst hatte die Vorwürfe zuletzt als "absurd und lächerlich" zurückgewiesen. (APA)

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