Philip Morris schließt Münchner Werk

27. Juli 2006, 14:31
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Plan für 2009 - 400 Mitarbeiter betroffen - Deutsches Headquarter soll in München bleiben

München - Der Tabakkonzern Philipp Morris will sein Werk in München im Jahr 2009 schließen. In dem immer schwierigeren Marktumfeld wolle man sich auf die Zigaretten-Produktionsstätten Berlin und Dresden konzentrieren, teilte die Philip Morris GmbH am Donnerstag in München mit. Von der Entscheidung seien voraussichtlich 400 Mitarbeiter betroffen. Einem Viertel von ihnen sollen Ersatzarbeitsplätze in Berlin und Dresden angeboten werden. Die deutsche Hauptverwaltung mit 450 Beschäftigten soll in München bleiben.

Marktführer, aber Absatzrückgänge

Philip Morris (Marlboro, L&M, f6) sieht sich mit einem Anteil von gut 37 Prozent als Marktführer in Deutschland. Durch fünf Steuererhöhungen seit 2002 sei der Markt für Fabrikzigaretten in Deutschland um knapp ein Drittel eingebrochen, klagte das Unternehmen. Der Absatzrückgang habe zu Überkapazitäten geführt. Eine Zeit lang sei es noch gelungen, die Einbußen durch den Export auszugleichen. Allerdings gehe die Nachfrage auch im EU-Ausland zurück.

Für die Mitarbeiter im Münchner Werk will sich Philip Morris um sozialverträgliche Lösungen bemühen. "Wir sind sicher, gemeinsam mit den Vertretern der Arbeitnehmer eine faire Lösung für unsere Mitarbeiter zu finden", sagte der Geschäftsführungs-Vorsitzende Gerrit de Bruin. Geplant seien langfristige Übergangsregelungen und "angemessene Abfindungen". Kündigungen sollen frühestens 2008 ausgesprochen werden. (APA/dpa)

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