Namensgeberin des Planeten Pluto geehrt

14. Juli 2006, 16:19
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Glamour-Faktor der Würdigung gering, aber immerhin: Nach der Britin Venetia Phair ist nun ein Staubpartikel-Zähler benannt

Paris - 75 Jahre nach ihrem Geistesblitz wird die Britin Venetia Phair als Namensgeberin des Planeten Pluto geehrt. Ein Instrument an Bord der Raumsonde New Horizons wurde nach der heute 87-Jährigen benannt, wie die Astronomen der Johns Hopkins Universität im US-Bundesstaat Maryland am Donnerstag mitteilten.

Namensvorschlag fand Anklang

Der Apparat namens "Venetia" soll die Staubpartikel zählen und messen, die auf der geplanten Reise zu dem Planeten gegen das Raumschiff prasseln. Pluto wurde 1930 vom US-Sternenbeobachter Clyde Tombaugh entdeckt. Die damals elfjährige Venetia, die sich sehr für klassische Mythologie interessierte, erfuhr von ihrem Großvater von der Entdeckung. Ihren Namensvorschlag fand der Bibliothekar so gut, dass er einem befreundeten Astronomen davon erzählte, der ihn schließlich durchsetzte.

Falsche "Legende"

Pluto, der neunte Planet, liegt am äußersten Rand unseres Sonnensystems. Jahrelang hielt sich die Legende, dass er nicht nach dem römischen Gott der Unterwelt benannt wurde, sondern nach der gleichnamigen Disney-Figur. Weil er sehr klein ist, erwägt die Internationale Astronomische Vereinigung (IAU), ihm im August den Status eines Planeten abzuerkennen. Die Raumsonde New Horizons ist seit Jänner unterwegs und soll Pluto im Juli 2015 ereichen. Venetia Phair, geborene Burney, wohnt heute in Epsom in Südengland. (APA/AFP)

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