Boehringer Ingelheim wertet Wiener Standort auf

27. Juli 2006, 14:31
posten

Das deutsche Pharmaunternehmen hat die rund 37 Millionen Euro teure Erweiterung des Wiener Standortes offiziell eröffnet

Wien - Das deutsche Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim hat heute, Donnerstag, die rund 37. Mio. Euro teure Erweiterung des Wiener Standortes offiziell eröffnet. 21 Mio. Euro flossen in ein neues Bio-Forschungsgebäude und 16 Mio. Euro in das Verwaltungsgebäude "Regional Center Vienna", das für 30 Länder in Mittel- und Osteuropa zuständig ist, hieß es bei der Eröffnungskonferenz.

Innerhalb der fünf vergangenen Jahre hat das deutsche Familienunternehmen in den Ausbau des Wiener Standortes über 170. Mio. Euro investiert und mehr als 400 neue Arbeitsplätze geschaffen, erklärte Klaus Stochl, Geschäftsführer der Boehringer Ingelheim Austria GmbH. "In den nächsten 5 Jahren wird es keine größeren Investitionen mehr in Wien geben", erklärte der Sprecher der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim, Alessandro Banchi. Das weitere Engagements hänge von der Ergebnissen der Forschungsarbeit ab.

Österreich zählt mit Deutschland, USA und Kanada zu den vier verantwortlichen Forschungszentren des in 150 Ländern weltweit tätigen Unternehmens. In Wien beschäftigt man sich mit der Erforschung von Krebserkrankungen. Derzeit befinden sich sechs Substanzen in der klinischen Prüfung, wovon bereits drei Wirkstoffe in Phase-II-Studie erprobt werden.

Keine Umsatzzukäufe

Besonders wichtig für das Unternehmen sei das "Alter des Produktportofolios", also der Anteil des patentgeschützten Portofolios an den Gesamterlösen. "Dieser Anteil betrug bei Boehringer Ingelheim im Vorjahr 59 Prozent. Bis Ende des Jahrzehnts wollen wir ihn auf 76 Prozent erhöhen", erklärte Andreas Barner, verantwortlich für den Pharma-Forschung & Entwicklung bei Boehringer.

Angesprochen auf die Konsolidierungswelle in der Pharmabranche erklärte Branchi, dass man an Akquisitionen als Selbstzweck oder an bloßen Umsatzzukäufen nicht interessiert sei. Vielmehr achte man bei Akquisitionen verstärkt auf das Potenzial, neue Medikamente zu entwickeln. Ebenso wenig gebe es einen Bedarf die Unternehmensstruktur zu ändern, "solange man zumindest so wie der Markt wächst". (APA)

Share if you care.