Frisch & Frost will mehr exportieren

27. Juli 2006, 14:31
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Der österreichische Kartoffel- und Strudelspezialist erwirtschaftet im ersten Halbjahr 2006 Umsätze von 25 Millionen Euro

Wien - Der österreichische Kartoffel- und Strudelspezialist "Frisch & Frost", eine Tochter der Raiffeisen Ware Austria (RWA) schreibt im 1. Halbjahr 2006 Umsätze von 25 Mio. Euro (+10 Prozent). "Die 50 Mio. Euro Grenze für das Gesamtjahr rückt in greifbare Nähe", erklärte am Donnerstag Frisch & Frost-Geschäftsführerin Sabine Straßer. Das Unternehmen hat 2005 Umsätze in Höhe von 45,5 Mio. heimgebracht. Neben der Herkunftszertifizierung steht der Ausbau des Exportanteils an. Konkrete Sondierungsgespräche für den Sprung an den Arabischen Golf seien am Laufen, sagte der zweite Geschäftsführer Gerfried Pichler bei einer Pressekonferenz.

"Wir sind bereits zu groß allein für den österreichischen Markt", betonte Pichler die Notwendigkeit des Export-Fokussierung. Mit McDonalds, bei 30 Prozent Umsatzanteil der größte Abnehmer für Kartoffelprodukte aus dem Haus Frisch & Frost, rechne man nicht mehr groß zu wachsen. Erfolge verbuchte das Unternehmen heuer in Deutschland mit einem Exportanteil von 7,5 Prozent. Die Wachstumsregionen in den neuen EU-Ländern Kroatien, Slowenien, Rumänien und Bulgarien haben einen Anteil von 8 Prozent. Mit den Arabischen Emiraten liegen für den Strudelspezialisten neue Absatzmärkte am Tablett. Es gebe "konkrete Kontakte" so Pichler, mehr wollte er vor einem möglichen Vertragsabschluss nicht sagen.

Frisch & Frost steigerte seinen Exportanteil gegenüber dem Vorjahr (2005: 38 Prozent) im ersten Halbjahr 2006 auf 41 Prozent. Mittelfristig, in zwei bis drei Jahren, sei ein Anteil von 50 Prozent machbar. Die bereits in den vergangenen Jahren formulierte 70-Prozent-Exportmarke bleibe langfristiges Ziel. Auch Großbritannien und Frankreich seien interessante Märkte. Bei der Ostexpansion schloss er Russland zwar nicht aus, aber hier könne man sich leicht übernehmen. Interessanter seien hier Kroatien und Slowenien, wo man über Metro und Mercator bereits die eigenen Produkte absetze.

Markenlaunch

Eine Marken-Launch unter dem Motto "heimische und regionale Qualität" bei den Marken "Bauernland" und "Toni Kaiser" soll die "kompromisslose Qualität" der Produkte betonen und ist vor allem auf den Lebensmitteleinzelhandel zugeschnitten. Bei "Bauernland" gehe man erstmalig mit einem Herstellernachweis, sprich mit der "Bauernhof-Garantie" für ein verarbeitetes Produkt auf den Markt.

400 Bauern produzieren für Frisch & Frost die 85.000 Tonnen Kartoffel, die dann in die Verarbeitung zu Pommes Frites oder Kartoffelteig-Produkten wandern. Man bediene hier den Trend "Zurück zu den Wurzeln", vor allem bei Nahrungsmitteln, sagte Straßer. Parallel dazu wurde der Marke "Toni Kaiser" ein neuer visueller Auftritt verpasst, um die Ursprünglichkeit über Rezepturen und das Fehlen von Zusatzstoffen wie Geschmacksverstärker oder Färbemittel zu betonen.

Das Unternehmen hat im Vorjahr in 3 Mio. Euro an Investitionen getätigt, im laufenden Jahr sollen es 3,5 Mio. Euro sein. In seinen Standorten in Hollabrunn und Wien hat Frisch & Frost 250 Beschäftigte, davon 45 Prozent Frauen. (APA)

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