Tiroler Transitgegner kritisieren Lebensmittelhändler Lidl

9. Juli 2006, 18:46
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Der Konzern vermarkte keine Lokalprodukte, sondern transportiere Gemüse hunderte Kilometer weit

Innsbruck - Das Transitforum Austria-Tirol übt heftige Kritik an der Lebensmittelkette "Lidl". Der Konzern vermarkte keine Lokalprodukte, sondern transportiere etwa Kopfsalat, Radieschen oder Karotten hunderte Kilometer weit. Den Mitgliedern des Transitforums wurde am Donnerstag empfohlen, einen "weiten Bogen um den Kilometerfresser" zu machen.

Wer sich zum Kauf von Regionalprodukten entschließe, stärke die Kaufkraft, sichere Arbeits- und Lehrplätze sowie Steuern und Abgaben. Er vermeide tausende Transportkilometer kreuz und quer durch Europa, verbunden mit unnötigen Lärm- und Schadstoffbelastungen, argumentierten die Transitgegner.

Bei Lidl gebe es zum Beispiel Eissalat aus der Region Oldenberg/BRD (1.100 Kilometer), Radieschen aus Zeiskam/BRD über (435 Kilometer), Jungkarotten aus der Region Krefeld/BRD (750 Kilometer), während dieselben Produkte nur wenige Kilometer produziert und in den lokalen Geschäften angeboten würden.

Lidl gab vorerst keine Stellungnahme ab. (APA)

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