Zunahme an Waldbränden in Zusammenhang mit Klimawandel

6. Juli 2006, 20:59
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Daten der US-Forstbehörde der vergangenen 36 Jahre analysiert: In wärmeren Jahren gab es mehr Brände als in kühleren

Washington - Die in den vergangenen Jahren gestiegene Zahl der Wald- und Buschbrände im Westen der USA könnte eine Folge des Klimawandels sein. Zu diesem Ergebnissen kommen Forscher, die Daten der vergangenen 36 Jahre ausgewertet haben. Demnach hat die Zahl in den achtziger Jahren "plötzlich und dramatisch" zugenommen. Zudem wurde der Zeitraum, in dem es zu Waldbränden kommt, länger, wie Dan Cayan erklärte, Direktor der Abteilung Klimaforschung am Scripps Institut für Ozeanographie in Kalifornien.

Die Forscher, die ihre Ergebnisse am Donnerstag in der Online-Ausgabe der Zeitschrift "Science" veröffentlichten, analysierten die Daten der US-Forstbehörde zu 1.166 Flächenbränden von mehr als 400 Hektar. Um 1987 kam es dabei zu einem Wechsel von gelegentlichen Feuern, die etwa eine Woche dauerten, zu häufigeren, die fünf Wochen oder länger anhielten. Einen Zusammenhang gab es auch mit den durchschnittlichen Temperaturen im Frühjahr und Sommer: In wärmeren Jahren gab es mehr Brände als in kühleren.

Auch eine frühere Schneeschmelze erhöht demnach die Gefahr von Waldbränden. "Das ist einer der ersten großen Indikatoren auf die Auswirkungen des Klimawandels in den USA", sagt Thomas Swetman von der Universität von Arizona. (APA/AP)

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