Handy-Betrug mit gefälschten Unterschriften: 17.500 Euro Schaden

14. Juli 2006, 10:24
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Oberösterreicher meldete Mobiltelefone für Bekannte an und kassierte Gebühren selbst

Ein Handy-Betrug mit gefälschten Unterschriften ist in Oberösterreich aufgeflogen. Ein 40-jähriger Mann aus Marchtrenk (Bezirk Wels-Land) soll insgesamt 18 Mobiltelefone für Bekannte angemeldet und für mindestens 13 davon die Gebühren selbst eingestreift haben. Dem Netzbetreiber entstand dadurch ein Schaden von mehr als 17.500 Euro, teilte die Sicherheitsdirektion am Donnerstag in einer Presseaussendung mit.

Blanko-Unterschrift

Vor zwei Jahren habe der Mann von seiner Gattin eine Blanko-Unterschrift auf dem Anmeldeformular eines Telefonanbieters bekommen, um je ein Handy für sie und sich selbst anzumelden. Der wegen Betrugsdelikten bereits vorbestrafte Verdächtige verfälschte und kopierte den Schriftzug. Im Jahr 2004 soll er mit dieser "Unterschrift" mindestens 18 Mobiltelefone angemeldet und seine Gattin als Vertragspartnerin und Rechnungsempfängerin eingesetzt haben.

Persönliche Gebühren

13 Handys dürfte der 40-Jährige an Bekannte weitergegeben haben. Die Gebühren sollten seine "Kunden" an ihn persönlich leisten. Allein im Jahr 2004 kassierte der Verdächtige von fünf Handy-Nutzern mindestens 1.800 Euro, so die Ermittler. Der Netzbetreiber sah von dem Geld jedoch nie etwas.

Ein Großteil der Rechnungen wurde allerdings nie beglichen. So flog der Schwindel auf. Dem Netzbetreiber entstand ein Gesamtschaden von 17.585 Euro. Der Verdächtige ist in Haft.(APA)

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