Drittes Todesopfer nach Siegesfeiern in Paris

21. Juli 2006, 15:50
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Junge Frau starb an den Folgen eines Motorradunfalls - Ein Opfer in der Pariser U-Bahn und eine Verkehrstote in Nordfrankreich

Paris - Die Feierlichkeiten in Frankreich nach dem Einzug der Fußball-Nationalmannschaft in das WM-Finale haben am Donnerstag ein drittes Menschenleben gefordert. Eine junge Frau, die in Paris von einem Motorrad gestürzt war, erlag in einem Krankenhaus den Folgen der schweren Verletzungen. Der Fahrer des Motorrads schwebt nach wie vor in Lebensgefahr.

In der Nacht auf Donnerstag wurde bereits ein Fan von einer U-Bahn überrollt und getötet, nachdem er vom Dach eines Waggons auf die Geleise gestürzt war. In der nordfranzösischen Region Pas-de-Calais starb eine junge Frau bei einem Verkehrsunfall. Verschollen ist auch ein junger Mann, der sich aus Freude über den 1:0-Sieg gegen Portugal in Lyon in die Saone gestürzt hatte. Die Polizei vermutet weiter, dass die tödliche Verletzung eines jungen Mannes durch einen Messerstich in Montpellier ebenfalls mit den Siegesfeiern in Zusammenhang steht.

Nach Angaben der Polizei feierten rund eine halbe Million Pariser den Sieg ihrer Nationalelf gegen Portugal bei der Fußball-WM in Deutschland. Auf dem Prachtboulevard Champs Elysées feierten sie die "Bleus" ausgelassen mit Hupkonzerten, tanzten und sangen. "Wir sind im Finale, wir sind im Finale", erscholl es aus tausenden siegestrunkenen Kehlen. Fans schwenkten die blau-weiß-rote Fahne und zündeten Feuerwerkskörper. (APA)

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    Eine halbe Million Pariser trieb es vor Freude über den Sieg auf die Straße

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