Mindestens 12 Tote bei Autobombenanschlag bei schiitischem Heiligtum

7. Juli 2006, 12:51
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Iranische Pilger unter den Opfern

Kufa - Im Irak sind am Donnerstag bei einem Autobombenanschlag in der Nähe eines schiitischen Schreins nach Polizeiangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden, unter ihnen Pilger aus dem Iran. 37 weitere wurden nach Angaben von Sicherheitskräften verletzt, als die Bombe am frühen Morgen in der Nähe der Maitham-al-Tammar-Moschee detonierte. Die für die Schiiten heilige Stadt Kufa liegt 140 Kilometer südlich von Bagdad. Augenzeugen berichteten, dass zwei Busse ausgebrannt seien.

Die Stadt gilt als eine der Hochburgen des radikalen Schiiten-Predigers Moktada al-Sadr und seiner Miliz "Mahdi-Armee", der unter anderem auch Gräueltaten an Sunniten angekreidet werden. In der vergangenen Woche hatten Extremisten eine schiitische Moschee in Al-Makdadiya nordöstlich von Bagdad mit Mörsergranaten angegriffen und schwer beschädigt. Seitdem Extremisten am 22. Februar die Goldene Moschee von Samarra, eines der wichtigsten Heiligtümer der Schiiten, zerstört hatten, kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen und Ausschreitungen zwischen Sunniten und Schiiten.(APA/AP)

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